„Luther hat um Gott gerungen“
Bischof Gerhard Feige schreibt in „Orte der Reformation„
Magdeburg (pbm) – „Was bedeutet mir Wittenberg?“ Die Frage steht über einem
Beitrag, den Bischof Gerhard Feige – quasi als katholisches Gegenüber des
Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland Nikolaus
Schneider - für die kürzlich erschienene Broschüre „Orte der Reformation –
Wittenberg“ verfasst hat. Der oberste Katholik des Bistums Magdeburg schlägt in
seiner Antwort einen Bogen von dem Neubeginn katholischen Lebens in der
heutigen Lutherstadt bis hin zum Reformationsgedenken im Jahr 2017.
Abschließend stellt Feige in seinem Beitrag fest: „Auch für Katholiken stellt Martin Luther inzwischen – trotz aller Tragik vergangener Entwicklungen – als zutiefst gläubiger Mensch, der leidenschaftlich um Gott gerungen hat, eine geistliche und theologische Herausforderung dar. Evangelische wie katholische Christen könnten sich also gemeinsam von ihm anregen lassen, ihr Herz weit für Gott zu öffnen und Christus noch glaubwürdiger zu bezeugen. Vielleicht liegt in dieser Perspektive auch eine geeignete Möglichkeit, gemeinsam auf das Reformationsgedenken im Jahr 2017 zuzugehen. Ich wünschte sehr, dass dies in Wittenberg anregenden Ausdruck fände.“
Herausgeber der Broschüre sind Stephan Dorgerloh, Stefan Rhein und Johannes Schilling. Das Heft ist in der Evangelischen Verlagsanstalt Leipzig erschienen.