Die Partnerschaftsaktion Ost des Bistums Magdeburg baut seit 1992 Brücken zu Menschen in Osteuropa. Gemeinsam mit ihnen wurden die Zeiten der sozialistischen Diktatur durchlebt. Nun wollen die Katholiken des Bistums dafür sorgen, dass die Menschen im Osten, die jenseits der neuen Wohlstandsgrenze leben, nicht vergessen werden.
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Während die Menschen hier im Westen weitgehend sozial abgesichert sind und in relativem Wohlstand leben, herrschen in weiten Teilen Osteuropas wie auch im asiatischen Teil der Russischen Föderation, in Sibirien, bittere Armut und soziale Unsicherheit.
Die Partnerschaftsaktion Ost leistet unmittelbare Nothilfe, aber vor allem unterstützt sie Basisstrukturen in Kirche und Gesellschaft, die selbst die Hilfe für Benachteiligte organisieren. So wird zum Beispiel in der Ukraine die Sozialarbeit der Griechisch-katholischen Kirche im Bistum Ivano-Frankivsk unterstützt; ebeno das Gymnasium in dessen Trägerschaft. In der Stadt Tutajew, 300 Kilometer nördlich von Moskau gelegen, wurde eine Selbsthilfeorganisation kinderreicher Familien ins Leben gerufen, der nun Beistand geleistet wird.

Monika Köhler ist zu Gast bei einer Großfamilie in Tutajew. Die Partnerschaftsaktion Ost arbeitet eng mit der Organisation "Semja" zusammen, die vor allem kinderreichen Familien hilft.
Die Partnerschaftsaktion Ost versteht sich als Anwalt der Menschen in Osteuropa und Sibirien. Durch Presseveröffentlichungen, Ausstellungen und Vortragstätigkeit wird auf die dortigen Zustände aufmerksam gemacht. Dabei wird von den Voraussetzungen einer guten Partnerschaft ausgegangen: der gegenseitigen Achtung, dem Wissen voneinander und der Bereitschaft, sich gegenseitig anzunehmen. So wird das Lernen voneinander möglich, der Austausch von Erfahrungen. Das war auch das Ziel einer Reise nach Westsibirien im April 2008, wo die Partnerschaftsaktion Ost in Tomsk das einzige katholische Gymnasium Russlands unterstützt sowie die Sozialarbeit der katholischen Gemeinde in Slawgorod.
Die Partnerschaftsaktion Ost will die Katholiken mit den geistlichen Reichtümern der Ostkirchen gemäß den Empfehlungen des II. Vatikanischen Konzils und mit ihrer Geschichte bekannt machen. Sie will Vorurteile abbauen und gegen negatives Pauschaldenken angehen.
Die Berührung mit der materiellen Armut im Osten, mit der sozialen Ungerechtigkeit macht betroffen. Die Offenlegung der Ursachen der Ungerechtigkeiten, die Gewinnung von Menschen zum aktiven Handeln für Gerechtigkeit, Solidarität, Menschenwürde und Mitgefühl für den Nächsten sind Ziele der Partnerschaftsaktion Ost.
Hilfe in Russland dankbar aufgenommen
Dank aus Sibirien