Bistumskarte

3. Ergänzung zur 5. Anordnung

Neue Ergänzungen zur 5. Anordnung und Wort des Bischofs

Aufgrund der jüngsten Entwicklung der Corona-Pandemie und der Beschlüsse des Bundes und der Länder, ergänzt Bischof Dr. Gerhard Feige noch einmal die 5. Anordnung für das Bistum Magdeburg insbesondere für die bevorstehenden Feiertage. Dazu schreibt der Bischof:

Magdeburg, 24. März 2021

Liebe Schwestern und Brüder,

wie gehen mit großen Schritten auf die Feier der Kar- und Ostertage zu. Ostern ist das älteste und zentrale Fest der christlichen Kirchen. In den österlichen Geheimnissen kommen tiefe Erfahrungen menschlichen Lebens zur Sprache: Leiden, Sterben und Tod, aber auch die Sehnsucht nach einem Leben, das stärker ist als der Tod.

Die österliche Hoffnung schenkt gerade in der aktuellen Situation Mut, solidarisch zu handeln, um die Pandemie und ihre Folgen gemeinsam zu überwinden. Im Bistum wollen wir mit Gottesdiensten und der seelsorglichen Begleitung der Menschen unseren Beitrag dazu leisten.

Deshalb bieten wir vielfältige Hilfen für die Feier der österlichen Tage in den Familien und zu Hause an (siehe: www.bistum-magdeburg.de/kar-und-ostertage2021) sowie Livestream-Gottesdienste am Palmsonntag, am Gründonnerstag, am Karfreitag, in der Osternacht und am Ostersonntag.

Auch auf die Feier der Gottesdienste als lebendigem Ausdruck unseres Glaubens wollen wir in diesen Tagen nach Möglichkeit nicht verzichten. Nachdem einige, der sich aus der Konferenz der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten ergebenen Irritationen ausgeräumt werden konnten, bleibt die Gottesdienstfeier grundsätzlich möglich. Dabei sind allerdings zum einem die regionalen Corona-Anordnungen der zuständigen staatlichen Stellen und zum anderen die strengen Hygienevorschriften zu beachten, wie sie in der 5. Anordnung vom 30.10.2020 für das Bistum Magdeburg und der 3. Ergänzung vom 24.03.2021 dazu beschrieben sind.

Allen wünsche ich nun eine gesegnete Feier der österlichen Tage und verbleibe mit der Bitte um Gottes Segen und freundlichen Grüßen

+ Dr. Gerhard Feige
   Bischof

3. Ergänzung zur 5. Anordnung vom 30.10. 2020 für das Bistum Magdeburg

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation ordnet der Bischof von Magdeburg in Ergänzung zur 5. Anordnung vom 30.10 2020 folgendes für die Zeit vom 26.03 .2020 bis auf Weiteres an:

Für die Feiern der Ostergottesdienste wird auf die Empfehlungen der Stabsstelle für Liturgie und Kunst „Liturgie in Zeiten der Pandemie: Die Österliche Bußzeit mit dem Triduum Pasc hale" vom 01.03.2021 verwiesen. Im Übrigen behalten die Mindeststandards für Gottesdienste in Corona-Zeiten im Bistum Magdeburg vom 02.11.2020 weiterhin Geltung und sind zu beachten.

  1. Anmeldung
    Für die Gottesdienste, bei denen mit einer großen Teilnehmerzahl zu rechnen ist, wird weiterhin eine vorherige Anmeldung empfohlen. Die Kontaktdaten der Gottesdienstteilnehmer müssen darüber hinaus entsprechend der Regelungen der 5. Anordnung in Listen erfasst werden.
  2. Maskenpflicht
    Für alle Gottesdienste unabhängig von ihrer Form gilt eine Maskenpflicht in und vor der Kirche.  Es ist eine medizinische Mund-Nasen -Bedeckung zu tragen, die eine handelsübliche OP-Maske oder auch eine andere mehrlagige Maske, wie die FFP2 Maske sein kann. Im Einzelfall ist eine Befreiung glaubhaft zu machen, z.B. durch ein ärztliches Attest.
    Nur für den Zelebranten, andere Leiter sowie Mitwirkende, z. B. Lektoren, gilt die Maskenpflicht eingeschränkt, dies bedeutet, dass sie ohne Maske sprechen dürfen, um die Verständlichkeit zu gewährleisten .
  3. Gemeindegesang und musikalische Gestaltung
    Gemeindegesang und Chorgesang ist in den Gottesdiensten unt ersagt . Kantorengesang und Einsatz von Solisten, bei Mehrstimmigkeit in einfacher Stimmbesetzung ist möglich. Der Einsatz von Blasinstrumenten in kleiner Besetzung ist in den Gottesdiensten nur unter Beachtung der Abstandsregelungen der 5. Anordnung des Bischofs möglich.
  4. Durchlüftung
    Auf eine gute Durchlüftung der Räume vor und nach den Gottesdiensten ist zu achten.
  5. Beachtung von Corona-Anordnungen der zuständigen staatlichen Stellen
    Die Pfarreien sind verpflichtet, die jeweiligen regionalen Corona-Anordnungen der zuständigen staatlichen Stellen zu prüfen und zu beachten.
  6. Entscheidung über die Feier öffentlicher Gottesdienste
    Die verantwortliche Durchführung von öffentlichen Gottesdiensten hängt vor Ort in den Pfarreien wesentlich von den aktuellen lnzidenz-Zahlen ab. Entsprechend der Einschätzung der örtlichen Situation kann in jeder Pfarrei entschieden werden, ob öffentliche Gottesdienste mit Gemeindebeteiligung gefeiert werden. Hierbei ist die Bezugsgröße die jeweilige politische Kommune oder der Landkreis.
  • Bei einer örtlichen lnzidenz von 50 bis 150 wird eine vorherige Anmeldung für den jeweiligen Gottesdienst empfohlen.
  • Bei einer lnzidenz von über 150 soll der zuständige Pfarrer bzw. das Leitungsteam zusammen mit den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, nach Möglichkeit auch unter Einbeziehung der Gremien die Entscheidung über öffentliche Gottesdienste treffen. Zu berücksichtigen ist dabei auch das Raumvolumen der zur Verfügung stehenden Gottesdiensträume.
  • Bei einer lnzidenz über 200 wird dringend empfohlen, auf öffentliche Gottesdienstfeiern zu verzichten.
  • Über die Absage von Gottesdiensten ist breit zu informieren, insbesondere die bereits angemeldeten Personen.
       7. Verantwortung der Gläubigen
           Über die von mir getroffenen Regelungen hinaus steht aber jeder einzelne Gläubige in der Verantwortung für sich und muss für sich die Entscheidung treffen, ob er aus seiner persönlichen Situation
           heraus einen öffentlichen Gottesdienst besuchen kann.
       8. Gremiensitzungen
           Die Regelungen zu den Gremiensitzungen und Beschlussfassungen in den Kirchenvorständen und Kirchenvorständen Plus sowie den Pfarrgemeinderäten bleiben bis auf weiteres in Kraft:
  • Präsenzveranstaltungen der Gremien in den Pfarreien sind zu unterlassen,
  • notwendige Besprechungen sind als Telefon- oder Videokonferenzen abzuhalten,
  • erforderliche Beschlüsse sind bis auf Weiteres im Umlaufverfahren zu fassen. Insofern wird auf die bestehenden Regelungen verwiesen.
       9. Dienstberatungen
           Dienstberatungen können unter Beachtung der erforderlichen Hygienemaßnahmen stattfinden. Sie sind jedoch auf das Erforderliche zu begrenzen.
     10. Pfarreientwicklungsprozess
           Die anberaumten Sitzungen im Pfarreientwicklungsprozess können zurzeit nicht in Präsenzveranstaltungen durchgeführt werden. Sie sind als Telefon- oder Videokonferenz abzuhalten.

 Die 3. Ergänzung ersetzt die 2. Ergänzung zur 5. Anordnung vom 07.01.2021 sowie die Regelungen der E-Mail vom 27.01.2021.

Für das Bistum Magdeburg

Dr. Gerhard Feige
Bischof

3. Ergänzung zur 5. Anordnung als Download

5. Anordnung für das Bistum Magdeburg

Mitteilung von Bischof Dr. Gerhard Feige zum Umgang mit Corona

1. Grundsatz

Als Kirche bleiben wir weiterhin in der Mitverantwortung, die Gesundheit jedes einzelnen Menschen zu schützen und die Verbreitung des Corona-Virus‘ zu verlangsamen. In Wahrnehmung des Selbstorganisationsrechts der Kirchen und  der aus diesem Recht resultierenden Verpflichtung gilt im Bistum Magdeburg zur Eindämmung der Pandemie ab dem 02.11.2020 bis auf weiteres Folgendes:
Grundsätzlich bleibt zur Eindämmung des Infektionsgeschehens der Dreischritt aus Abstand, Hygiene und der Möglichkeit zur Nachverfolgung von Gottesdienst‐ und Veranstaltungsteilnehmenden bedeutsam.
Personen, die zur sogenannten Risikogruppe gehören – wie z.B. Priester, Diakone und Gottesdienstbeauftragte - sollen nicht zu Handlungen gedrängt werden, die ihre Gesundheit gefährden.
Die jeweils aktuell geltenden staatlichen Regelungen zum Umgang mit Corona sind zu beachten. Dies gilt auch für eventuell lokal begrenzte Regelungen.

2. Gottesdienste und Seelsorge

Zu Gottesdiensten im Sinne dieser Anordnung gehören Eucharistiefeiern, Segensfeiern, Andachten, Wort-Gottes-Feiern, Feiern der Sakramente und Beerdigungen.

In allen Gottesdiensten muss der Mindestabstand von 1,50 m gewahrt bleiben und notwendige Hygieneregeln eingehalten werden.

Eine Mund-Nase-Bedeckung sollte auf dem Vorplatz der Kirche getragen werden. Beim Betreten und Verlassen der Kirche ist eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. In der Sakristei, beim Kommuniongang sowie bei Prozessionen zum Ein- und Auszug kann auf eine Mund-Nase-Bedeckung verzichtet werden, wenn der Mindestabstand von 1,50 m gewahrt bleibt. Beim gemeindlichen Austausch vor und nach dem Gottesdienst ist die Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Hier ist auf den Abstand zu achten.

Der Gemeindegesang soll reduziert sein. Sollte darüber hinaus gesungen werden, ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung angeraten.

Wird von staatlichen Stellen das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung im gesamten öffentlichen Raum bspw. aufgrund der Inzidenz zwingend angeordnet, ist sie während des gesamten Gottesdienstes aufzusetzen. In diesem Fall können Vorsteher und liturgische Dienste sie nur während des Sprechens oder Vorsingens zur besseren Verständlichkeit abnehmen.

Da nach jetzigem Wissensstand die Infektionswege über die sogenannte Aerosolbildung besonders bedeutsam sind, muss gerade in kleineren Kirchen und Räumen auf eine gute Lüftungsmöglichkeit geachtet werden.

Die Mindeststandards für Gottesdienste in Zeiten der Corona-Pandemie für das Bistum Magdeburg in der Fassung vom 02.11.2020 regeln die Feier von Gottesdiensten im Einzelnen. Sie sind Bestandteil dieser Anordnung.

Die Erfassung der im Gottesdienst Anwesenden ist auch weiterhin notwendig. Insofern ändert sich an der derzeitigen Praxis nichts.

Die Seelsorge an kranken, einsamen und sterbenden Menschen ist ein vorrangiger Dienst. Dies gilt auch für die Spendung der Krankenkommunion und der Krankensalbung. Dabei sind wie bisher die notwendigen Hygienemaßnahmen einzuhalten.

Für die Seelsorge in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sind die jeweiligen Bestimmungen der Einrichtungen zu beachten.

3. Wahlen und Gremiensitzungen

Die Wahlen sind zum festgesetzten Termin am 07./08.11.2020 durchzuführen. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Wahlkabinen einen ausreichenden Abstand haben und die Wählerinnen und Wähler mit genügendem Abstand zueinander zur Wahl treten können.

Sofern Fristen für die Teilnahme an der Briefwahl schon abgelaufen sein sollten, können diese durch die Wahlvorstände bis zum 05.11.2020 verlängert werden. Der Wahlbrief muss bis zum 07.11.2020 im Pfarrbüro eingegangen sein.

Die konstituierende Sitzung der neuen Gremien hat als Präsenzveranstaltung stattzufinden. Hierbei ist auf den erforderlichen Mindestabstand von 1,50 m zu achten. Weiterhin haben die Teilnehmer während der gesamten Sitzung einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Sollten im November 2020 weitere Sitzungen der Gremien unbedingt erforderlich sein, können diese auch digital oder als Videokonferenzen erfolgen.

4. Gruppentreffen

Gruppentreffen, z.B. zum gemeindlichen Religionsunterricht und Katechesen, für Ministranten oder Senioren, sollen zur Zeit nicht als Präsenzveranstaltung stattfinden.

Hinsichtlich des schulischen Religionsunterrichts in gemeindeeigenen Räumen verbleibt es bei den Regelungen, die durch die Edith-Stein-Schulstiftung mitgeteilt worden sind. Hinzuweisen ist auf die Seite des Bildungsministeriums, auf der die jeweiligen aktuellen Regelungen zu finden sind.

5. Weitere Veranstaltungen

Gemeindliche öffentliche Veranstaltungen jeder Art, wie zum Beispiel St. Martinsfeiern oder –umzüge, können vorerst bis zum 30.11.2020 nicht stattfinden.

6. Vermietungen

Da private Kontakte auf das Notwendige begrenzt werden sollen, sind Feiern oder Zusammenkünfte im öffentlichen Raum bis zum 30.11.2020 nicht möglich. Eine Vermietung von Gemeinderäumen ist deshalb bis zum 30.11.2020 ausgeschlossen.

7. Kultur- und Bildungsstätten
-       Orte für Konzerte, Museen, Gedenkstätten, Bibliotheken und Archive werden zunächst bis zum 30.11.2020 geschlossen.
-       Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit können in Absprache mit den zuständigen Behörden und unter Beachtung der einschlägigen Hygiene- und Abstandsregeln betrieben werden. Gleiches gilt für Seniorenbegegnungsstätten, nicht aber für Treffen von Seniorengruppen in Pfarreiräumen.
-       Für Einrichtungen der Erwachsenenbildung (Bildungshäuser, Gäste- und Exerzitien-häuser, Heimvolkshochschulen, Familienbildungsstätten) sowie für Jugendbildungs-stätten gelten die länderspezifischen Regelungen. 

8. Musik

Chöre, Bläser und Musikgruppen dürfen bis auf weiteres nicht in freien Konzerten auftreten.

Vorbereitung und Durchführung von Chorgesang und Musik im Gottesdienst sind zulässig, wobei die Abstände und Hygieneregeln unbedingt einzuhalten sind.

Beim Spielen von Blasinstrumenten sollte ein Abstand von 3,00 m zur nächsten Person in Blasrichtung sowie von 2,00 m seitlich zur nächsten Person eingehalten werden. Beim Singen ist zwischen den Personen ein Mindestabstand von 2,00 m in alle Richtungen einzuhalten. Beim Aufstellen eines Chores in Reihen wird empfohlen, die Personen jeweils um 2,00 m auf Lücke versetzt zu stellen.

Der Abstand zur Gemeinde muss mindestens 4,00 m betragen.

9. Schlussbestimmung

Diese Anordnung ersetzt die Anordnung vom 25.09.2020.

Magdeburg, den 30.10.2020

     + Gerhard Feige
        Bischof

Dienstanweisung zum weiteren Verfahren in den Pfarreien als pdf

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