Faire Arbeit. Würde. Helfen

Manuel Morán als El Salvoador  als Adveniat-Botschafter im Bistum

Der Jugend in El Salvador fehlen Perspektiven. Viele sehen in gewalttätigen Jugendbanden, den sogenannten Maras, den einzigen Ausweg. Mit seinem Stipendien-Projekt „Promuevo Sonrisas para el futuro“ (Lächeln für die Zukunft fördern), das vom Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat unterstützt wird, zeigt Manuel Morán den Jugendlichen eine gewaltfreie Alternative zur weitverbreiteten Gewalt.

Manuel Morán, der Caritas-Direktor der Diözese Santa Ana, arbeitet in seinem Projekt mit insgesamt 300 Jugendlichen. Dabei gilt ein Ausstieg in Mara-Kreisen als unmöglich. Mitglieder landen entweder im Gefängnis oder im Grab. Manuel Morán hält seine schützende Hand über sie – und die der katholischen Kirche. Sie ist die Institution, die in den Reihen der Maras noch Respekt genießt. Staat und Gesellschaft haben versagt.

Am Sonnabend, 9. Dezember treffen  Jugendliche aus der Pfarrei Huysburg Manuel Morán  beim Schülertag in Badersleben und am Sonntag , 10. Dezember findet um 10 Uhr auf der Huysburg die Eucharistiefeier mit Statement statt, anschließend  Begegnung beim fairen Kaffee.

Zur Entstehung:

Die Geschichte des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat begann im „Hungerwinter“ 1946/1947, als in Deutschland die Menschen zu Hunderttausenden verhungerten, erfroren oder an durch das Elend bedingten Krankheiten zugrunde gingen. Die Nachrichten und Bilder dieses Massensterbens erschütterten auch das ferne Lateinamerika. Dort sammelten die lutherische und die katholische Kirche für die hungernden Kinder und alten Menschen in Deutschland.

Diese Hilfe von „drüben“ wurde nicht vergessen - auch nicht, als hierzulande Ende der 1950er Jahre die Not überwunden war und das so genannte Wirtschaftswunder begonnen hatte. Mehr und mehr Deutsche konnten einen Teil des Lohnes bzw. ihrer Rente für einen guten Zweck hergeben. Doch bis 1961 gab es kein Hilfswerk, das sich den pastoralen Anliegen der Katholiken in Lateinamerika annahm.

Aus Sonderkollekte entsteht ein Hilfswerk

Der Kölner Erzbischof Kardinal Josef Frings und sein Generalvikar Joseph Teusch reagierten mit eine Initiative zugunsten der Kirche in Lateinamerika und gewannen einen Dritten dafür: den Bischof des jungen Bistums Essen, Bischof Franz Hengsbach. Er schlug am 30. August 1961 der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz eine „besondere Kollekte“ für Lateinamerika vor, die zu Weihnachten in allen Kirchen der Bundesrepublik und Westberlins gehalten werden sollte.

Der Erfolg dieser ersten Kollekte bewirkte, dass die Bischöfe auch in den Folgejahren zu Weihnachten die Lateinamerika-Kollekte ansetzten. 1969 machten die Bischöfe es dann offiziell. Aus den zunächst einzelnen Kollekten war damit ein weiteres weltkirchliches Werk entstanden: Adveniat. 

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