„Damit sie das Leben haben”

missio bittet um Spenden für Afrikatag

Zu Spenden für den Afrikatag rufen das Internationale Katholische Missionswerk missio in Aachen und missio in München gemeinsam mit der Schirmherrin Gundula Gause auf. Im Bistum Magdeburg findet die Kollekte am 1. Januar statt.  „Damit sie das Leben haben”, lautet das Leitwort der ältesten gesamtkirchlichen Kollekte der Welt. Mit den Spenden werden Priester und Ordensfrauen in den bedürftigsten Ländern des Kontinents unterstützt und für Seelsorge sowie Sozialarbeit ausgebildet.

„Beispielland für den Afrikatag 2018 ist die Demokratische Republik Kongo, eines der ärmsten Länder der Welt“, erläutert Prälat Klaus Krämer, Präsident von missio in Aachen. „Die katholische Kirche erreicht mit ihrem Einsatz selbst die entlegensten Dörfer. Priester und Ordensschwestern helfen da, wo staatliche Strukturen nicht mehr existieren und sie schenken den Menschen einen Zukunftsglauben.“

„Das ins Bewusstsein zu bringen, ist Anliegen des Afrikatags“, ergänzt Monsignore Wolfgang Huber, Präsident von missio München. „Das Schicksal Afrikas darf uns nicht egal sein. Letztlich misst sich unsere Menschlichkeit daran, dass auch in den Ländern des Südens die Menschen in Würde leben können.“

Das Engagement des kongolesischen Priesters Gustave Mukobe steht stellvertretend für all jene kirchlichen Mitarbeiter, die mit der Kollekte des Afrikatags unterstützt werden.  Den Menschen fehlt es an allem und auch die Kapelle des Ortes ist so alt und baufällig, dass der Priester sagt, es sei gefährlich, Gottesdienst zu feiern. Deshalb hätten die Männer des Dorfes wenige Meter weiter begonnen, ein neues Gotteshaus zu errichten. Sie bauten mit dem, was sie haben: Spitzhacke und Schaufel, selbst gebrannten Lehmziegeln und ihrer Hände Arbeit.

Die Schirmherrin des Afrikatags, Gundula Gause, kennt die Situation vor Ort. „Ich konnte mir in den letzten Jahren auf mehreren Reisen zu missio-Projekten nach Südafrika, Kenia und in den Senegal einen persönlichen Eindruck verschaffen“, berichtet die Fernsehjournalistin, die sich seit bald 20 Jahren ehrenamtlich für missio engagiert. Empört zeigt sich Gundula Gause über die brutale Ungerechtigkeit in Ländern wie dem Kongo. Da leidet die Mehrheit der Bevölkerung unter bitterer Armut und auf der anderen Seite bereichern sich die Politiker.“ Kongos Präsident Kabila gehört zu den reichsten Männern Afrikas.

Laut Nachrichtenagentur Bloomberg besitzt seine Familie mehr als 120 Schürflizenzen für Gold, Diamanten, Kupfer, Kobalt und andere wertvolle Mineralien in dem rohstoffreichen Land. „Die Katholische Kirche im Kongo protestiert gegen diesen Machtmissbrauch und die Verletzung von Menschenrechten. Das sollte uns motivieren, mit den Spenden für den Afrikatag Priester und Ordensfrauen zu unterstützen, die in persönlicher Bescheidenheit an der Seite der Armen leben und ihnen helfen, zu leben.“, so Gundula Gause.

Weitere Informationen unter www.afrikatag.de

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