Altarweihe

Ein Schmuckstück

Kirche in Groß Ammensleben wurde umfassend saniert

Mit einem frohen Festgottesdienst haben in Groß Ammensleben am Sonntag mehr als 300 Frauen und Männer, Kinder und Jugendliche ihr Gotteshaus neu in Besitz genommen. Immer wieder war in Gesichtern und Worten die Freude über den hellen und freundlichen Kirchenraum zu erkennen, über den neu gestalteten Chor und die ansprechende Farbgestaltung. Rund drei Jahre hatte die Instandsetzung der Kirche gedauert und zuletzt konnten dort auch keine Gottesdienste mehr gefeiert werden.

Rund 500 000 Euro mussten investiert werden, um Schäden vergangener Jahrzehnte, vielleicht sogar Jahrhunderte, sowie fehlerhafte Sanierungsversuche zu beheben. Das Geld kam dabei aus vielen Quellen. Mit dabei waren Land und Europäische Union, Lotto-Toto und das Bonifatiuswerk Paderborn sowie das Bistum Magdeburg; die Pfarrei selbst muss ein Fünftel der Kosten tragen.

Aber nun steht im Norden Magdeburgs und an der Europäischen Kulturstraße wieder ein Schmuckstück und Zeugnis christlichen Glaubens, das mit seiner romanischen und gotischen Architektur und Geschichte Interessierte von weither anlocken dürfte. Eingeweiht wurde die St. Peter und Paul-Kirche bereits im 12. Jahrhundert, und noch heute sind bedeutende Teile dieses Anfängerbaus erhalten und prägen das Bild der Basilika. Der heilige Norbert selbst hat die Kirche als Erzbischof von Magdeburg 1129 in die Verantwortung der Benediktiner übergeben, die dort auch nach der Reformation weiterleben konnten. Erst 1804 mussten sie Groß Ammensleben nach der Aufhebung des Klosters durch den Reichsdeputationshauptschluss verlassen, in dessen Folge viele Klöster, so auch das Kloster Huysburg, enteignet wurden.

Höhepunkt der Feier am Sonntag war die Weihe des neuen Altars durch Bischof Gerhard Feige. Nach der Einsetzung der Reliquien wurde der Altar unter anderem mit reichlich Öl gesalbt. Feige ermunterte die Gemeinde, keine Mühe zu scheuen und „sich immer wieder um den Altar zur Feier des Todes und der Auferstehung Jesu Christi zu versammeln“. Und auch wenn zukünftig nicht mehr überall regelmäßig Eucharistie gefeiert werden könne, bleibe dieses Sakrament doch das, „wovon Kirche eigentlich lebt, worin ihre unerschöpfliche Quelle zu finden ist und ihr stärkster Ausdruck besteht“.

Fotografien: Bettina Behns

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