Jeder ist willkommen

Magdeburger Bahnhofsmission feiert 25-jähriges Bestehen

Die Bahnhofsmission Magdeburg hat ihr 25-jähriges Bestehen am Mittwoch mit einem Gottesdienst auf dem Bahnhofsplatz gefeiert. Rund 100 Menschen waren der Einladung gefolgt und beteten und sangen zwischen Menschen, die während der Feier in und aus dem Bahnhof eilten oder mitunter auch überrascht innehielten und dem Geschehen folgten.

In den Ansprachen und Grußworten zeigte sich immer wieder: Die Einrichtung ist heute ein Ort wichtiger sozialer Hilfe, an dem jährlich rund 13 000 Menschen betreut, begleitet und an soziale Einrichtungen der Stadt vermittelt werden. Jeder ist dort willkommen: ob im Anzug oder Abendkleid, im Blaumann oder mit Schmuddelhose.

Reisende finden bei den derzeit 15 Haupt- und Ehrenamtlichen ebenso Hilfe und menschliche Wärme wie Obdachlose und andere Menschen am Rand der Gesellschaft. Für viele ist die Bahnhofsmission ein Stück Familie an der Bahnsteigkante und aus dem Alltag des Magdeburger Bahnhofs nicht mehr wegzudenken. Und offenbar sehen das auch die Mitarbeiter der Deutschen Bahn so. Die Bahnhofsmission, so ist zu hören, sei aus Magdeburg nicht mehr wegzudenken und das Miteinander sehr gut.

Die Magdeburger Bahnhofsmission zählt mit ihren nunmehr 25 Jahren bundesweit zu den eher jungen Einrichtungen dieser Art. Während richtig alte Bahnhofsmissionen in Deutschland auf mehr als hundert Jahre zurück blicken, wurde es in Ostdeutschland erst mit dem Ende der DDR wieder möglich, diese Hilfseinrichtungen zu gründen oder – wie Magdeburg – wieder zu errichten. Vielerorts tragen heute – wie in Magdeburg - katholische und evangelische Christen die Bahnhofsmissionen gemeinsam. In Sachsen-Anhalt gibt es diese Anlaufstellen in Halle, Bitterfeld, Dessau und Halberstadt; die jüngste, sie befindet in Stendal.

Die Notwendigkeit dieser „Anlaufstellen für Reisende und sozial Benachteiligte“ steht für den Leiter der Magdeburger Bahnhofsmission Florian Sosnowski nicht in Frage. Sie sei in den letzten Jahren sogar gewachsen. Bei der Bahnhofsmission suchten die Menschen vor allem anderen Rat und Hilfe. Seit dem Start der Magdeburger Bahnhofsmission haben deren Mitarbeiter laut Sosnowski, der seit etwa einem Jahr dabei ist, weit mehr als einer halben Million Menschen geholfen.

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