Bistumskarte

Von Anfang bis Ende begleitet

Bischof Dr. Gerhard Feige zu Besuch im Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara in Halle (Saale)

Beeindruckt zeigte sich Bischof Dr. Gerhard Feige bei seinem Besuch im Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara in Halle (Saale). „An jeder Station meines Besuches habe ich hochmotivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter getroffen, die Ideale haben“, so der Bischof. Ob auf der Frühchen Station, auch Neonatologie genannt, im Kinderzentrum oder im regionalen Palliativzentrum „Elisabeth Mobil“, konnte er sich nicht nur von der Professionalität der Teams überzeugen, sondern auch die Ernsthaftigkeit mit der ethischen Fragestellungen diskutiert werden, miterleben. „Es ist ein großes Plus, dass die Krankenhaus-Seelsorger mit einbezogen werden.“

Dies machten auch Geschäftsführer Thomas Wüstner, Dr. Hendrik Liedtke, ärztlicher Direktor und die Pflegedirektorin Daniela Marintschev beim Gespräch mit dem Bischof deutlich. Neben der Arbeitsweise des Wertebeirates und dem Umgang mit ethischen Fallberatungen wurden auch die Corona-Pandemie und die Auswirkungen auf das Krankenhaus diskutiert. „Die unaufgeregte Art, mit diesem Thema umzugehen, ist beruhigend“, so der Bischof. Der scheidende Leiter der Krankenhausseelsorge, Diakon Reinhard Feuersträter, bestätigte dies aus der Corona-Situation im Frühjahr und die Vorbereitungen für die 2. Welle in diesem Herbst und Winter. „Als Krankenhausseelsorger hatten wir den großen Vorteil, immer bei den Patienten sein zu können. Auch wenn jetzt wieder mit Einschränkungen bei Besuchen zu rechnen ist, so werden wir Seelsorger die Patienten nicht allein lassen.“

Mit besserer Ausrüstung wie Masken und Vollschutzkleidung, die im Frühjahr noch Mangelware waren, bereitet sich auch das Team von Elisabeth mobil auf die nächsten Wochen vor. Die ambulante Palliativversorgung ermöglicht über ein ganzheitliches Konzept den Patienten, bis zum Ende zuhause bleiben zu können. „Wir wollen vermeiden, dass die Menschen zum Sterben ins Krankhaus eingewiesen werden“, so Geschäftsführerin Birgit Jahnel. Dabei gehe es um mehr als nur die reine Schmerztherapie, erklärt die ärztliche Leiterin Yvonne Kriese. Auch die Versorgung mit Hilfsmitteln und die Unterstützung der Angehörigen gehöre dazu und der Einsatz der Seelsorger. Der Einsatz der ambulanten Palliativversorger steht nun auch Pflegeheimbewohnern zur Verfügung.

Den Einsatz von Seelsorgern schätzen auch Leiter und Mitarbeiterinnen auf der Kinderchirurgie. „Nicht jedes Kind hat die gleichen Chancen im Leben, da versuchen wir auch, die Eltern mit einzubinden, damit sie die Pflege und Fürsorge für ihr Kind besser schaffen können“, sagt Stationsschwester Kathrin Schramm. Ein einfühlsames Gespräch mit den Seelsorgern könne da helfen. Diese Einfühlsamkeit ist auch auf der Frühgeborenen Station gefragt. „Gerade wenn ein Kind stirbt oder viel zu früh auf die Welt kommt, gelangen Eltern an ihre Grenzen“, so Krankenhausseelsorgerin Anne Beck.

Es gibt Momente, die einem lange in Erinnerung bleiben, aber nicht nur für Bischof Feige. Auch für die drei Auszubildenden Hannes, Lora und Emely war dieser Besuchstag so ein Moment. Sie trafen den Bischof zu einem kleinen Gedankenaustausch.  „Wir waren davor ganz schön aufgeregt“, erklären die jungen Azubis, denn „die Position „Bischof“ wirkt so mächtig und verunsichernd, wenn man den Menschen nicht kennt. Aber im Nachhinein betrachtet war es ein so entspanntes Gespräch. Wir haben viel gelacht und erzählt, denn der Bischof war sehr sympathisch und so menschlich und wirkte beruhigend."

(sus: Fotos: Schweda, Sperling)

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