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Ein weltkirchliches Abenteuer startet

Bischofssynode in Rom beginnt weltweit im Oktober 2021 -  Bischof Bätzing sieht starkes Zeichen

Der Vatikan hat zur Vorbereitung der nun für 2023 geplanten Bischofssynode einen weltweiten synodalen Prozess geplant. Das teilte der Vatikan am Freitag mit. Die ganze Kirche werde im kommenden Oktober einen "synodalen Weg" beschreiten, so Grech in einem dazu auf Twitter veröffentlichten Video. Aus einem Schreiben des Generalsekretärs der Bischofssynode, Kardinal Mario Grech, an die Bischöfe, geht hervor, dass bereits im Oktober dieses Jahres die Beratungen in Rom und in den Ortskirchen beginnen sollen. Sie sollen der Kirche dabei helfen, "durch eine greifbare Erfahrung der Synodalität" zusammenzuwachsen, hieß es darin. Der synodale Prozess werde ein "kirchliches Abenteuer" werden, so Grech, bei dem die "Beteiligung jedes einzelnen wertvoll in diesem Prozess gegenseitigen Hörens auf den Heiligen Geist" sei. 

Die Bischofssynode wird in Rom unter dem Thema „Für eine synodale Kirche: Gemeinschaft, Partizipation und Mission“ als dreijähriger, weltweiter Prozess stattfinden. Der Weg der Synode wird offiziell durch Papst Franziskus am 9./10. Oktober 2021 in Rom eröffnet und am Wochenende darauf in den Bistümern weltweit. In die folgenden Phasen werden die Bistümer, eine Reihe von Organisationen und schließlich die Bischofskonferenzen einbezogen, bevor der Prozess in die eigentliche Bischofssynode im Oktober 2023 in Rom einmündet. Dazu erklärt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing:

„Die heutige Ankündigung eines mehrjährigen Prozesses einer weltweiten Bischofssynode ist ein starkes Zeichen für die Mitwirkung des ganzen Gottesvolkes an der Entwicklung der Weltkirche. 2015 hat Papst Franziskus seine Vorstellungen von einer synodalen Kirche grundlegend dargestellt. Diese erfahren heute eine sichtbare Konkretion, die vor allem von weltweiter Partizipation geprägt ist. Wie nie zuvor wird das Volk Gottes in die Vorbereitung und den Weg der Weltbischofssynode einbezogen. Diese neue Form von Synodalität wird, so hoffe ich, einen starken Impuls und dynamische Kräfte freisetzen, um dem Thema der Synode, ‚Für eine synodale Kirche: Gemeinschaft, Partizipation und Mission‘, gerecht zu werden. Die ausdrückliche Aufforderung aus Rom an die Bischöfe, in der ersten Phase das ganze Volk Gottes zu konsultieren, zeigt, was Papst Franziskus unter Synodalität versteht: Es geht ihm um die communio (Gemeinschaft) der Kirche, die auf einem gemeinsamen Weg ist. Ich begrüße diese Form von Synodalität und das zugrunde liegende Kirchenverständnis ausdrücklich. Es ist eine Chance für die gesamte Weltkirche, dass die Gläubigen auf den verschiedenen Ebenen des kirchlichen Lebens überall eingeladen sind, sich anhand von gemeinsamen Vorbereitungsdokumenten und Fragebögen an diesem Weg zu beteiligen.

Der heute in Rom angekündigte Prozess einer Weltbischofssynode wird in Deutschland durch den bereits eingeschlagenen Synodalen Weg ergänzt. In die aktive Beteiligung in der Vorbereitung und Durchführung der römischen Bischofssynode werden wir auch unsere Erfahrungen des Synodalen Weges mit einbringen. Dabei handelt es sich um zwei verschiedene Wege, die ein gemeinsames Ziel haben: die Frohe Botschaft des Evangeliums heute unter den ‚Zeichen der Zeit‘ sichtbar und lebbar zu machen.

Der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz wird sich im Juni 2021 mit den verschiedenen Etappen der Bischofssynode befassen. Sobald die Vorbereitungsdokumente vorliegen, werden sie in der Deutschen Bischofskonferenz thematisiert und die weiteren konkreten Schritte erörtert.“

(katholisch.de, DBK: Foto: KNA)

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