Bistumskarte

Couragiert unterwegs - die Zukunft im Blick

Bistumswallfahrt zum 25. Jahrestag der Bistumsgründung auf der Huysburg

Zum 25. Bistumsjubiläum machten sich Tausende aus nah und fern auf zur traditionellen Wallfahrt des Bistums Magdeburg auf der Huysburg. Unter ihnen viel Prominenz, darunter der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx, Ministerpräsident Dr. Rainer Haseloff und zahlreiche Vertreter aus Partnerbistümern in Litauen, Polen, Tschechien und Frankreich sowie aus deutschen Bistümer, darunter verschiedenen Bischöfe.

Gastgeber Bischof Dr. Gerhard Feige rief die Christen bei der Abschlussandacht auf, auch in Zukunft couragiert die Kirche mitzugestalten. 

Kardinal Marx freute sich beim Eröffnungsgottesdienst wieder einmal in Magdeburg zu sein. „Wir sind nicht allein!“, rief er in seiner Predigt den Gläubigen zu. „In einer Gegend, in der Gott überflüssig zu sein scheint, dürfen wir nicht auf die Bestandsgröße als Maß aller Dinge schauen, viel wichtiger ist, daran zu glauben, dass uns die Zukunft gehört.“ Er ermutigte die Christen auf der Huysburg so zu leben, dass sie für andere spürbar machen, was der Kern unserer Hoffnung ist.

Die Gründung des Bistums Magdeburg vor 25 Jahren war laut Marx eine Antwort auf die herausforderungen der Wendezeit mit dem deutlichen Ausrufezeichen, „Ja, wir sind hier!“

Unter dem Beifall der über 5000 Wallfahrtsbesucher betonte Marx, dass das Evangelium in Zeit und Stunde der heutigen Gläubigen ausgelegt werden müsse. „Mit drei Monaten war ich schon Reinhard Marx“, so der Kardinal, „aber heute bin ich nicht derselbe wie damals.“ Durch Lebenserfahrung habe er dazugewonnen. Warum dann nicht auch das Evangelium mit dem Wissen und der Erfahrung der heutigen Zeit interpretieren?

So ein Bistum sei eine Zeugen- und Erzählgemeinschaft. „Wenn alle miteinander reden, sich austauschen und zusammen beten, verstehen wir, warum wir in einer konkreten Situation hier hingestellt wurden.“ Offen und neugierig müsse die Kirche sein. „Wer glaubt, hat eine Perspektive, die Hoffnung macht.“

Er forderte dazu auf, den Weg gemeinsam zu gehen in Ökumene. Auch für Nationalismus sei klein Platz. „Wir sind eine Menschenfamilie!“ Zudem wünschte sich der Kardinal, dass die Gläubigen Männer und Frauen der Hoffnung sein werden! „Denn Gott hält sie in seinen Händen! Das gibt Power, das gibt Hoffnung! Als schöpferische Minderheit können sie Kopf und Herz einsetzen für einen couragierten Weg der Zuversicht.“

Auch Ministerpräsident Dr. Rainer Haseloff betonte in seinem Grußwort die Wichtigkeit der Kirchen und der Gläubigen in Sachsen-Anhalt. „Sie tun an vielen Stellen in den Gemeinden und in der Gesellschaft gutes, das unterstützt ein friedliches Miteinander in der Gesellschaft.

Bischof Feige dankte allen Organisatoren und Mitwirkenden für ihr Engagement. „Sie haben geholfen, Räume und Herzen zu öffnen. Es ist erhebend zu sehen, dass bereits jetzt viele realisieren, was Gott verspricht: Ich gehe mit!“

(sus/Fotos: Susanne Sperling)

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