Bistumskarte

Demokratie stärken und schützen

Ausklang der KEB-Fachwoche mit Gerhard Schöne

Mit einem Dankeschön-Fest endete die Fachwoche „3 Projekte | 5 Tage | 1 Thema“ der katholischen Erwachsenenbildung Sachsen-Anhalt. Eingeladen waren alle, „die sich in den letzten Jahren bei uns weitergebildet haben“, so Ludger Nagel, Geschäftsführer der KEB, bei der Begrüßung.

Ein kurzer Film gab Einblick in die in der Fachwoche vorgestellten Projekte, in denen es um den Schutz und die Stärkung der Demokratie ging. Hierbei nannte der Film Schlagworte wie „Vielfalt als Bereicherung“, „Demokratie braucht umfassende Teilhabe“ oder „Engagement für Demokratie braucht Netzwerke“ als Leitlinien.

Mit Gerhard Schöne konnte an diesem Abend ein Musiker gewonnen werden, der in seinen Texten die Interessen der KEB vertritt und Menschen dazu ermutigt „für Menschenrechte einzutreten“, so Susanne Brandes, die als Moderatorin durch den Abend leitete. In Liedern wie „Wellensittich und Spatzen“ und „Glück oder Unglück“ sowie Geschichten machte er auf die Probleme von Vorurteilen und vorschnellen Meinungsäußerungen aufmerksam und plädierte für eine vielfältige Gesellschaft.

Auch Bischof Dr. Gerhard Feige teilte die Ansichten des Musikers. In einem von Generalvikar Dr. Bernhard Scholz überbrachten Grußwort wies er auf eine von Vorurteilen geprägten Gesellschaft hin. „Hass und Gewalt sind in unserer Gesellschaft in erschreckendem Ausmaß allgegenwärtig geworden“, so Feige. Stammtischartige Parolen begegnen uns überall, „auch in christlichen Gemeinden“. Besonders in unserer Region werden diese Haltungen durch das Gefühl von Entwurzelung befeuert. „Es gibt hier […] geradezu ‚demokratieentleerte Zonen‘, in denen sich die Menschen am ehesten in den rechtspopulistischen Positionen wiederfinden.“

Diese jedoch sind für Feige „mit dem christlichen Glauben unvereinbar“, da „das Volk Gottes von Anfang an aus Menschen aller Nationen“ bestand. „Gott ist weder ein Kulturgut noch ein Nationalgott“, sondern jemand, der sich besonders den Fremden und den Verfolgten zuwendet.

In diesem Sinne sensibilisiere die KEB seit fast 30 Jahren Menschen für das Gemeinwohl. „Es ist mir ein Anliegen, Ihnen allen ganz herzlich zu danken! Sie tragen dazu bei, dass die katholische Kirche in unserem Land ein markantes und menschenfreundliches Gesicht hat“, lobte Feige die Arbeit der KEB.

„Sie tragen auf ihre je eigene Art und Weise dazu bei, dass das Miteinander von Deutschen und Menschen anderer Nationen, Religionen und Kulturen zur Normalität des alltäglichen Lebens gehört. Sie sorgen dafür, dass ein Klima der Wertschätzung und des Respekts in der Gesellschaft entstehen kann. Auf diese Weise stärken Sie damit auch die Grundlagen unserer Demokratie und zeigen Flagge all denen gegenüber, die sie in Frage stellen oder untergraben wollen.“

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