Kerze im Dunkel
Foto: Monika Wagmann

Bildung ein wichtiges Gut

Der barmherzige Gott hat am Montag, 11. Juni 2018, seinen treuen Diener, Ehrendomkapitular und Ordinariatsrat i. R.  Theodor Steinhoff im Alter von 88 Jahren in sein ewiges Reich gerufen

„Gott, Du unser Gott, der Du das Leben liebst: ich habe Durst nach Dir wie ein ausgedörrtes Land, das nach Wasser dürstet.“ So glaubt und betet Theo Steinhoff. Am 11. Juni, dem Fest des hl. Barnabas, hat Gott seinen Lebensdurst gestillt und die irdische Pilgerschaft unseres Mitbruders Theo Steinhoff vollendet. Er lebte in Erwartung „der Großtaten Gottes am Ende unseres Lebens.“ So drückte er es beim letzten Kurstreffen unseres Weihejahrgangs vor drei Wochen in Paderborn aus. Trotz der vielen körperlichen Beschwerden, die er tapfer trug, überraschte ihn der Tod ganz plötzlich im Speisesaal des Altenheimes „Westfalenhof“ in Paderborn zu Beginn der Abendmahlzeit.

In Lennestadt/Grevenbrück wurde er am 11. November 1929 geboren und am 17. November 1929 in Grevenbrück auf den Namen Theodor getauft. Nach seinem Abitur in Werl studierte er Theologie in Paderborn und München. Weihbischof Friedrich-Maria Rintelen weihte ihn am Himmelfahrtstag, am 10. Mai 1956 in Magdeburg zum Priester. Seinen priesterlichen Dienst begann er in Weißenfels und wirkte danach in Dessau und in Ostrau. Von 1964 – 1971 war er zugleich Bezirksseelsorger für die Jugendlichen und Erwachsenen im Südteil des damaligen Erzbischöflichen Kommissariats Magdeburg. 1971 wurde er Pfarrer in Merseburg und im gleichen Jahr Dechant des Dekanats Halle. Bischof Leo Nowak beauftragte ihn 1990, in den turbulenten Zeiten nach der friedlichen Revolution von 1989, mit dem Aufbau der Hauptabteilung Schule/Erziehung im Bistum Magdeburg. Hier hat er entscheidend gewirkt und die Weichen für die Gründung der Gymnasien in kirchlicher Trägerschaft in Magdeburg, Halle und Dessau gestellt. Bischof Leo Nowak ernannte ihn 1995 zum Ehrendomkapitular im gerade gegründeten Bistum Magdeburg.

Nach seiner Pensionierung im Jahr 2002 hat sich Theo Steinhoff in Paderborn niedergelassen.  Mit großem Engagement und innerer Begeisterung war er von 2002 bis 2018 als Vorsitzender des Christlichen Kunstvereins in der Kirchenprovinz Paderborn tätig.

Bischof Gerhard Feige würdigte ihn am 60. Jahrestag seiner Priesterweihe: „Anlässlich deines Jubiläums möchte ich dir für all deine Mühen und dein Engagement um die Gläubigen von Herzen danke sagen: für deinen Dienst in den verschiedenen Gemeinden unseres heutigen Bistums Magdeburg und an den vielen verantwortungsvollen Stellen in den Bistumsgremien, insbesondere auch für den Aufbau der Hauptabteilung Schule/Erziehung.“

Theo Steinhoff war ein Mann „des Glaubens und des Hl. Geistes“ (Oration an seinem Sterbetag). Er war theologisch auf der Höhe der Zeit und nahe bei den Menschen und ihren Fragen. Deshalb  litt er sehr unter der „Lernunfähigkeit“ vieler Verantwortungsträger unserer Kirche. Sein pastorales Handeln ließ er bestimmen und korrigieren von dem Pauluswort: Es ist ja nicht so, dass wir über euren Glauben Herr sein wollen. Wir wollen zur Freude am Glauben helfen.“ (2. Kor 1,24) Demütig und hoffnungsvoll betet er: “Du Gott mit uns, Anfang und Ende: Führe uns zum Ziel, das du selber bist in deinem Reich zum Leben. – Und lass uns nicht müde werden – unterwegs. Amen“

Jetzt hat Gott sein „Amen“ gesprochen. Wir glauben Theodor Steinhoff in Gottes Heil und in Gottes Frieden.                                                                                                            (Willi Kraning)

Das Requiem für unseren verstorbenen Mitbruder wird am Donnerstag, dem 21. Juni 2018, um
11.00 Uhr in der Kapelle des Mutterhauses der Vincentinerinnen (Am Busdorf 4, 33098 Paderborn) gefeiert. Beigesetzt wird er anschließend auf dem Friedhof „Auf dem Dören“ (Im Dörener Feld, 33100 Paderborn).

Magdeburg, den 14.06.2018

Dr. Gerhard Feige
      Bischof

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