Kinder hocken auf der Straße und schauen auf eine Karte.

Mr X auf der Spur

Bistumsjugendtag dieses Mal in Weißenfels

Ein Ausflug zur berühmten Polizeiabteilung in London wurde es nicht, und ernsthaft Angst vor Verfolgung und Verhaftung musste ja zum Glück keiner haben. Dennoch lautete das Motto für zirka 80 Jugendliche, Helfer und Betreuer „Verfolgt“ beim Scotland Yard-Wochenende in Weißenfels. Zum zweiten Mal luden die Jugendcitypastoral Weißenfels (JCP) und der evangelische Kirchenkreis Merseburg zu einem Stadtspiel nach dem Vorbild eines beliebten Brettspiels ein, bei dem es darum ging, in Gruppen einen Mister X zu verfolgen und möglichst zu fangen. Dazu wurde der Bistumsjugendtag vom traditionellen Ort Huysburg nach Weißenfels verlegt wurde. Projektreferenten Martin Papke von der JCP: „Es geht darum, nachbarschaftlich zu kooperieren, einander zu begegnen und gemeinsam etwas zu verfolgen, das auch Christen in der Gesellschaft wichtig ist.“ Das hat geklappt. Offene Türen lief man genug ein, Partnern wie den Jugendtreff „das Boot“  konnte man gewinnen, die Stadt Weißenfels, aber auch Unternehmen und Institutionen unterstützten bereitwillig mit Logistik, Verpflegung, Unterkünften und Verkehrsmitteln, berichtet Papke weiter. Stolz war er auf ein großes, motiviertes Team vor Ort.

Vom Schlossplatz zum Hubschrauberflug

Ein vielfältiges Programm führte die Jugendlichen kreuz und quer durch Weißenfels. Eine Spielerunde im Schlosshof, ein Taizé-Gebet mit Vikarin Caroline Butzkies in der evangelischen Marienkirche, ein Picknick in der Fußgängerzone und ein toller Abend auf dem Gelände der Herrenmühle zu Essen und Live-Musik mit Käpt`n Übermorgen. Der Samstag stand aber vor allem  im Zeichen des Stadtspiels Scotland Yard. Erlebnisreich wurde es bei Fahrten mit Tesla-Elektrofahrzeugen, auf Konferenzfahrrädern, Booten auf der Saale oder Überraschungstaxifahrten mit Kleinbussen. Unterwegs mussten die Jugendlichen Teilnehmer gemeinsam Aufgaben lösen, sich kreativ bewähren und natürlich ihre Spielfreude in die Waagschale werfen.  Als Hauptgewinn konnte Pilot Michael Vogel und sein Team der Firma Helikopter Service Thüringen GmbH das Siegerteam auf einen Rundflug mitnehmen und ihnen von oben zeigen, was sie vorher Straße für Straße abgelaufen waren. Im Festgottesdienst wurde es dieses Mal ökumenisch. Als Gastgeber hatte der evangelische Pfarrer Martin Schmelzer auch gleich seinen Gospelchor dabei. Zusammen mit der örtlichen Gemeinde hörte man aus dem Matthäusevangelium: „Selig die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden…“. Da war das Mottowort wieder zu hören. Und wieder hieß es Unterwegssein, denn zu den Seligpreisungen wurden Stationen angeboten. In seiner Predigt verglich Diözesanjugendseelsorger Christoph Tekaath die Seligpreisungen mit einem Grundgesetz für Christen und zog Verbindungen zur Jahresaktion des BDKJ Dein Grundgesetz.  “Dem sollte man auf der Spur bleiben, es verfolgen“, so Tekaath, „weil es als christlich prägendes Erbe von Gottes Ideen für die Welt inspiriert ist.“

Rückblick und Ausblick

Dass es im kommenden Jahr wieder ein Scotland Yard in Weißenfels geben wird, darauf hofft sicher nicht nur das Gewinnerteam. Einen Bistumsjugendtag soll es im kommenden Jahr allerdings nicht geben. „Wir wollen 2018 um diese Zeit mit der Bistumsjugend unterwegs sein zum Katholikentag nach Münster und uns dort beteiligen mit Ständen und einfach die Vielfalt von Kirche erleben. Außerdem haben wir mit dem Ministrantentag im September in Halberstadt und dann 2018 der großen Ministrantenwallfahrt nach Rom noch einiges vor. Wir werden weiter an Formaten und Inhalten für unsere Veranstaltungen der Jugendpastoral arbeiten und immer wieder ausprobieren“, schaut Diözesanjugendseelsorger Tekaath motiviert und hoffnungsvoll  in die Zukunft. Und Ideen, wie sie in Weißenfels umgesetzt werden, werden eine wichtige Rolle spielen.

Weiterführende Links

Themen und Partnerportale