Altarraum der katholischen Kirche in Wittenberg

Wittenberg und die Katholiken

"Katholisch in Lutherstadt" steht über einer Reihe von Angeboten

Unter dem Motto „Katholisch in Lutherstadt“ beteiligt sich die katholische Kirche an der Weltausstellung Reformation in Wittenberg. Eröffnet wird die Reihe von Ausstellungen, Diskussionen und Gottesdiensten am Freitag um 18 Uhr im Arsenal-Einkaufszentrum. Dazu kommt Ministerpräsident Reiner Haseloff. Anschließend feiert der Bischof Gerhard Feige in der katholischen Kirche Unbefleckte Empfängnis einen Vespergottesdienst. Er leitet auch die Ökumene-Kommission der Deutschen Bischofskonferenz.

Die evangelische Kirche eröffnet die Weltausstellung Reformation mit einem vielfältigen Kulturprogramm am Samstag. Feige erklärte, mit ihren Besuchern wollten auch katholische Christen ins Gespräch kommen. Die Kirchen seien sich einig, das Gedenkjahr an 500 Jahre Reformation gemeinsam als Christusfest zu begehen und nach der Bedeutung der Reformation für die heutige Zeit zu fragen.

In der katholischen Kirche am Rande der Wittenberger Altstadt erwartet die Besucher eine Vielzahl von Veranstaltungen. Zu den geistlichen Angeboten gehören stündliche Kurzmeditationen, eine tägliche Vesper und die Eucharistiefeier am Sonntagvormittag. Geplant ist eine Gesprächsreihe unter dem Stichwort „Was ich schon immer einen Katholiken fragen wollte“. Einen akademischen Höhepunkt wird es jeden Samstag mit einer Themenreihe zum katholischen Verständnis Martin Luthers geben.

Kulturelle Veranstaltungen am Wochenende ergänzen das Programm. Eine Ausstellung an wechselnden Standorten in der Stadt informiert über die Geschichte der katholischen Pfarrei in Wittenberg. Eine weitere wird in der Kirche den katholischen Gottesdienstraum medial erschließen.

Zur „Weltausstellung Reformation“ erwarten die Veranstalter rund eine halbe Million Besucher. Mit 2.000 Einzelveranstaltungen wird sie das größte Event im Gedenkjahr zu 500 Jahren Reformation. 16 Themenwochen nehmen aktuelle Fragen in Kirche und Gesellschaft in den Blick. Dabei geht es um Frieden und Gerechtigkeit, Ökumene, interreligiösen Dialog, „Lebensformen für alle“, das Verständnis von Europa, Spiritualität, Bildung, Menschenrechte sowie Arbeitswelten. | kna

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