Altarraum der katholischen Kirche in Wittenberg

"Katholisch in Lutherstadt"

Die katholische Kirche an der Weltausstellung in Wittenberg.

Unter dem Motto „Katholisch in Lutherstadt“ beteiligt sich die katholische Kirche an der Weltausstellung Reformation in Wittenberg. Geplant seien zwischen dem 20. Mai und dem 10. September eine Vielzahl von kulturellen Veranstaltungen, Diskussionen und Gottesdiensten, teilte die Deutsche Bischofskonferenz jetzt mit. Als Vorsitzender der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz sagte Bischof Gerhard Feige dazu, auch als katholische Christen wolle man mit den Besuchern ins Gespräch kommen. Die Kirchen wollten das Reformationsjahr 2017 gemeinsam als Christusfest begehen und nach der Bedeutung der Reformation für die heutige Zeit fragen.

16 Wochen lang erwartet die Besucher laut Bischofskonferenz in der katholischen Kirche am Rande der Wittenberger Altstadt eine Vielzahl von Veranstaltungen. Zu den geistlichen Angeboten gehören stündliche Kurzmeditationen, eine tägliche Vesper und die Eucharistiefeier am Sonntagvormittag. Geplant ist eine Gesprächsreihe unter dem Stichwort „Was ich schon immer einen Katholiken fragen wollte“. Einen akademischen Höhepunkt wird es jeden Samstag mit einer Themenreihe zum katholischen Verständnis Martin Luthers geben.

Kulturelle Veranstaltungen am Wochenende ergänzen das Programm. Eine Ausstellung an wechselnden Standorten in der Stadt informiert über die Geschichte der katholischen Pfarrei in Wittenberg. Eine weitere wird in der Kirche den katholischen Gottesdienstraum medial erschließen. Die Eröffnung des Projektes „Katholisch in Lutherstadt“ findet am Freitag (19. Mai) statt.

Rund eine halbe Million Besucher erwarten die Veranstalter ab 20. Mai zur „Weltausstellung Reformation“. Mit 2000 Einzelveranstaltungen wird sie das größte Event im Gedenkjahr zu 500 Jahren Reformation sein. In 16 Themenwochen sollen aktuelle Fragen in Kirche und Gesellschaft in den Blick genommen werden. Dabei geht es um Frieden und Gerechtigkeit, Ökumene, interreligiösen Dialog, „Lebensformen für alle“, das Verständnis von Europa, Spiritualität, Bildung, Menschenrechte sowie Arbeitswelten. | kna

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