Blumenstrauss wird ueberreicht

Neue geistliche Leiterin

Die kfd thematisiert fairen Handel und politisches Engagement

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) hat im Bistum Magdeburg eine neue geistliche Leiterin: Bei ihrer jährlichen Sitzung wählte die Delegiertenversammlung Rebekka Gewandt in dieses Amt. Im Rahmen der Frauenwallfahrt am Sonnabend, dem 10 Juni, ins Kloster Helfta soll Frau Gewandt in die neue Aufgabe eingeführt werden.

Rebekka Gewandt tritt die Nachfolge von Patricia Erben-Grütz an, die nach Ablauf ihrer Amtszeit verabschiedet wurde. Sie hatte den Verband vier Jahre begleitet und neben liturgischer und verbandlicher Aufgaben unter anderem auch das Thema Diakonat der Frau – ein innerkirchliches Anliegen der kfd – als Thema in den Katholikenrat eingebracht.

Rebekka Gewandt studierte in Erfurt Theologie und arbeitet derzeit als Klinikseelsorgerin in Dessau. Als „Schatz der kfd“ sieht sie nach eigener Aussage das Aufgreifen politischer Frauenthemen, die zu Veränderungen in der Gesellschaft beitragen und den Einsatz für die Gleichberechtigung der Frau in der Kirche. Diözesanbischof Gerhard Feige hat ihrer Wahl gemäß dem ihm vorbehaltenen Recht hat bereits zugestimmt.

Konsum und Politik

Ein anderer wichtiger Punkt der diesjährigen Diözesanversammlung war ein erstmals angebotener Studienabend, der von den Delegierten gut angenommen wurde. Stephanie Malik vom Eine-Welt-Haus in Halle sprach zum Thema: „Fair Trade: Chancen – Grenzen – Herausforderungen“. Unter anderem regte sie zu einer persönliche und argumentative Auseinandersetzung über Fragen des Konsums und politischem Engagements an. Als Gäste brachten sich für den Katholikenrat Regina Masur und aus dem Bischöflichen Ordinariat die Leiterin des Fachbereichs Pastoral Friederike Maier in die Debatte ein.

Thematisiert wurde zudem die Frage, in wie weit das Ehrenamt eine Unterstützung durch das Hauptamt braucht und wie die gestaltet werden sollte: in konkreten Angeboten für Frauen, beim Vernetzen unterschiedlicher Akteure und auch und besonders im Wahrnehmen und Fördern von Charismen und Fähigkeiten von Frauen.

Laut kfd Magdeburg zeigte die Diözesanversammlung, dass sich viele Frauen an den unterschiedlichsten Stellen für gesellschaftliche und kirchliche Anliegen engagieren, es aber „wichtiger denn je ist, vernetzter und politischer zu denken, für Fairen Handel, gegen Armut, gegen Rechtspopulismus, für Gerechtigkeit in der Kirche, auch in Ämterfragen“. Es sei schließlich auch deutlich geworden, dass es weiterer Frauen bedarf, die in die Nachfolge der kfd-Gründungsfrauen gehen, wenn die Gemeinschaft im Bistum Magdeburg weiter ein Frauenort in der Kirche sein will.

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