Julius Pflug

Damit die guten Worte nicht weiter verschwinden

Die Kinderwallfahrten 2018 im Bistum Magdeburg

Um die 1.000 Kinder folgten in diesem Jahr wieder der Einladung des Bischofs Gerhard und nahmen an den Kinderwallfahrten 2018 teil. Wie auch schon in den vergangenen Jahren ging es in die beliebten Wallfahrtsorte Lutherstadt Wittenberg, zur Huysburg, nach Tangermünde und nach Roßbach.  In Tangermünde fand die Wallfahrt in diesem Jahr als Kindertag der Region satt.

Der Tagesablauf gestaltete sich durch die Einstimmung am Morgen, gefolgt von der Heiligen Messe gehalten vom Bischof. Zur Gabenbereitung  wurden aus bunten Blättern  „Blumen der Seligpreisung“ kreiert. Darauf schreiben die Kinder ihre Talente, wie „Ich kann gut zuhören“ oder „Ich kann Mut machen“.  

Im Zwischenprogramm wurden dann von den Kindern Mutmach-Karten mit Bibelversen für caritative Einrichtungen gestaltet. Nach der Wallfahrt wurden die Karten an die Einrichtungen in der Umgebung der Wallfahrtsorte übergeben. Auf der Huysburg wurde ein Teil der Karten schon einer Gruppe von Kinder mit Behinderungen und ihrer Betreuerin überreicht. Ein sehr ergreifender Moment.

Danach gab es einen Austausch zu dem Bibelvers - Markus 9,33-35: Sie kamen nach Kafarnaum. Als er dann im Haus war, fragte er sie: Worüber habt ihr unterwegs gesprochen? Sie schwiegen, denn sie hatten darüber gesprochen, wer von ihnen der Größte sei. Da setzte er sich, rief die Zwölf und sagte zu ihnen: Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein. -  Wie kann dieser Vers verstanden werden? Wichtig sei, auf sein Herz zu hören und zwischenmenschliche Beziehungen zu pflegen. 

Zur Schlussandacht führte die Wallfahrtsgruppe ein Theaterstück mit dem Thema „Suche nach den guten Worten“ auf. Die Worte „bitte“, „Danke“ und „Entschuldigung“ verschwinden heutzutage mehr und mehr aus dem Sprachgebrauch. Vielleicht sollten diese Worte im Umgang miteinander wieder öfter verwenden werden.  Die gesamten Tage wurden von einer Band musikalisch begleitet.

Text: Hannah-Louise Schünemann/ Fotos: Eckhard Pohl

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