Bistumskarte

Kolpingtag der Region Ost im Bildungswerk Hettstedt

Knapp 500 Vertreter der Region Ost trafen sich unter dem Leitwort "Quellen des Miteinander"

Über die "Quellen des Miteinander" in Kirche und Welt sowie im deutschen und internatio-nalen Kolpingwerk dachten knapp 500 engagierte Kolpingmitglieder und Interessenten aus den östlichen Diözesanverbänden Magdeburg, Erfurt, Berlin, Dresden und Görlitz bei einem Treffen in Hettstedt nach. Als Veranstaltungsort ihres 3. Kolpingtages bewährte sich einmal mehr das attraktive Gelände des Kolping-Bildungswerkes Hettstedt, das in besonderer Weise den Intentionen des Verbandsgründers Adolph Kolping folgt und hochanerkannter Bildungsträger für viele junge Leute mit Handicap ist.

Wie Geschäftsführer Dr. Markus Feußner den interessierten Tagungsgästen erläuterte, bilde man hier behinderte bzw. gehandicapte Jugendliche in 28 Berufen aus und koche täglich auch 3.000 Essenportionen für das Umland. Nicht nur beim anwesenden Präsidenten des sächsischen Handwerkstages, sondern auch bei Kolpingfreunden aus Rumänien und Prag sowie allen Gästen fanden diese Leistungen höchste Anerkennung.

Auch Bischof Dr. Gerhard Feige, der mit den "Kolping-Geschwistern" in der "Halle der Nationen" des Hettstedter Bildungswerkes einen festlichen Abschlussgottesdienst feierte, zollte dem Gastgeber und dem Kolpingwerk viel Lob. In seiner Predigt, in der Feige die Frage nach "heutiger Hoffnung" stellte, betonte der Bischof.: "Weil Adolph Kolping  christliche Hoffnung und einen weiten Horizont hatte, konnte er auch mit viel Zuversicht leben und sich der Wirklichkeit stellen." Generell, so Feige, sei "die Zukunft grundsätzlich offen oder - wie es der Prager Theologe Halik formulierte - unser Leben ist eine permanente Prüfung im Fach Hoffnung".

Ottmar Dillenburg, Generalpräses des in 61 Ländern verbreiteten Internationalen Kolping-werkes, war herzlich begrüßter Gast des 3. Kolpingtages und zeigte sich besonders darüber erfreut, dass die großherzige Kollekte des Gottesdienstes einem Integrationszentrum für behinderte Menschen in Rumänien (Caransebes) zu Gute kommt, zu dem die Thüringer Kolpinger seit Jahren enge Kontakte pflegen.

Zum umfangreichen Rahmenprogramm des nicht alltäglichen Kolpingtreffens gehörten ein Konzert mit Liedermacher Gerhard Schöne ebenso wie Workshops zu aktuellen Themen in Kirche und bei Kolping, aber auch zu "Missio"-Aktionen, zu Handwerks- oder Umweltfragen, und - kolpinggemäß - auch ganz praktische Tätigkeiten wie Arbeitsproben beim Steinmetz, das gemeinsame Töpfern, das Bauen von Nistkästen oder das Singen von Gospels. So konnte Regionalvorsitzender Andreas Brock am Ende des Tages den vielen Mitwirkenden und Gästen aus einem übervollem Herzen ein großes Dankeschön und ein frohes "Treu Kolping!" zurufen.                                                              

Text: Michael Meinung | Foto:Bernhard Wolfrum

 

 

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