Friedenspreis an Mechtenberg

Auszeichnung ehrt Menschen, die sich für Versöhnung einsetzen

Der katholische Theologe und Publizist Theo Mechtenberg erhält den mit 3000 Euro dotierten Lothar-Kreyssig-Friedenspreis. Er werde damit für sein Engagement für die deutsch-polnischen Versöhnung und Verständigung seit über 40 Jahren geehrt, wie die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland jetzt in Magdeburg mitteilte. Der im nordrhein-westfälischen Bad Oeynhausen lebende Mechtenberg erhält die Auszeichnung am 11. November in der Magdeburger Johanniskirche.

In der Begründung der Jury heißt es: „Durch seinen persönlichen Lebensweg und mit seinen profunden Kenntnissen zählt Mechtenberg in Deutschland zu den bedeutenden Vermittlern und Interpreten polnischer Geschichte und Kultur sowie aktueller Ereignisse und Entwicklungen in Gesellschaft und Kirche Polens.“

Der Preis wird alle zwei Jahre von der Lothar-Kreyssig-Friedensstiftung verliehen, die sich auf Initiative des Evangelischen Kirchenkreises Magdeburg 1999 gegründet hatte. Die Auszeichnung ehrt Personen oder Gruppen, die sich für die Versöhnung von Menschen in Europa oder Israel einsetzen. Unter den Preisträgern sind der polnische Ministerpräsident Tadeusz Mazowiecki (1927-2013) und die frühere FDP-Politikerin Hildegard Hamm-Brücher (1921-2016).

Preis und Stiftung sind nach dem früheren Präses der damaligen Evangelischen Kirchenprovinz Sachsen, Lothar Kreyssig (1898-1986), benannt. Er hatte 1958 die „Aktion Sühnezeichen“ zur Versöhnung der Deutschen mit ihren osteuropäischen Nachbarn gegründet. | kna

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