Kerze im Dunkel
Foto: Monika Wagmann

Den Menschen zugewandt

Nachruf auf Diakon i. R. Klaus Janich

Der gütige Gott hat am 01.09.2017, seinen treuen Diener, Diakon i. R. Klaus Janich im Alter von 74 Jahren in sein ewiges Reich gerufen.

Klaus Janich wurde am 11.11.1941 in Gablonz geboren. Im Sommer 1945 musste die Familie die angestammte Heimat verlassen. Nach mehreren Zwischenstationen siedelten sie sich schließlich in Kötschlitz bei Merseburg an. Dort wurde Klaus Janich eingeschult. Im Jahr 1952 zog er mit seiner Familie nach Merseburg um und konnte nun regelmäßig den Religionsunterricht besuchen, so dass er 1953 die Erstkommunion empfing. Seine Liebe zur Liturgie und sein Glaubensverständnis wurden wesentlich durch den Dienst als Ministrant geprägt. Nach Beendigung der Grundschule im Jahr 1957 engagierte er sich in der Jugendgruppe der Pfarrei St. Norbert in Merseburg als Gruppen- und als Jugendführer. Wie er selbst bekannte, wurde seine geistige Entwicklung in den Jahren entscheidend vom damaligen Vikar Leo Nowak beeinflusst.

Von 1957 bis 1961 besuchte Klaus Janich die Oberschule und beendete diese mit dem Abitur. Anschließend begann er die Lehrausbildung zum Facharbeiter für BMSR-Technik. Aufgrund seiner guten Leistungen und des notwendigen Bedarfs bot man ihm nach der Beendigung der Lehrzeit an, Lehrausbilder zu werden. So qualifizierte er sich 1968 zum Lehrmeister und nach einem Fachhochschulstudium 1973 zum Ingenieur-Pädagogen. Über 15 Jahre lang war er dann an der Berufsschule des Kombinates VEB Chemische Werke Buna als Lehrkraft für berufspraktischen Unterricht tätig.

Seine Frau Eva lernte er durch sein Engagement in der katholischen Jugendgruppe der Pfarrei St. Norbert kennen und lieben, so dass sie 1966 heirateten. Im Jahr 1968 kam ihr Sohn Martin, zwei Jahre später ihre Tochter Cordula und 1974 schließlich ihr Sohn Sebastian zu Welt. Nach Beendigung des Pflichtdienstes in der NVA hat sich Klaus Janich wieder in der Pfarrgemeinde einbinden lassen und übernahm dort vielfältige Aufgaben. Angeregt von Vikar Andreas Eisenmann wurde er für die Ministrantenarbeit der Pfarrei verantwortlich. Durch dieses Engagement wuchs in ihm der Wunsch, sich ein breiteres Glaubenswissen anzueignen und eine dauerhafte Tätigkeit in der Gemeinde anzustreben. So begann er 1985 die Ausbildung zum ständigen Diakon und wurde am 20. Dezember 1986 von Bischof Johannes Braun in Magdeburg zum Diakon geweiht.

Seinen Dienst als Diakon nahm Klaus Janich zunächst in der Merseburger Pfarrei St. Norbert auf. Im Jahr 1994 wurde er mit der Wahrnehmung der Aufgaben als Diakon in der Pfarrvikarie St. Joseph in Löbejün und in der Pfarrvikarie St. Michael in Ostrau beauftragt. Die Menschen in den Gemeinden, in denen er tätig war, haben ihn als einen ruhigen, umsichtigen sowie ihnen und ihren Nöten zugewandten treuen Arbeiter im Weinberg des Herrn kennen und schätzen gelernt. Mit großer Liebenswürdigkeit und viel Humor hat er die konkreten pastoralen Aufgaben in die Hand genommen und gemeistert. Dabei stand ihm seine Frau stets treu zur Seite und hat ihn mit allen zur Verfügung stehenden Kräften unterstützt.

Nach einem ersten Schlaganfall konnte Klaus Janich seinen Dienst bis zu Pensionierung im Jahr 2007 wieder aufnehmen. Die fortschreitenden gesundheitsbedingten Einschränkungen in Folge eines zweiten schweren Schlaganfalls hat er geduldig angenommen. In den Tagen des Alters und der Krankheit hat er besonders von seiner Ehefrau, aber auch von den Kindern und vielen Gemeindemitgliedern Hilfe und Unterstützung erfahren.

Dankbar dürfen wir unseren Mitbruder nun der Barmherzigkeit Gottes empfehlen. Der gütige Gott möge ihm alles vergelten, was er für die Menschen in unserem Bistum geleistet hat. | Thomas Kriesel

Das Requiem für Diakon Klaus Janich feiern wir am Montag, dem 11.09.2017, um 10:00 Uhr in der Kath. Kirche St. Norbert in Merseburg. Anschließend wird er auf dem Merseburger Stadtfriedhof beigesetzt. Wir wollen des verstorbenen Mitbruders in der Eucharistiefeier und im Gebet gedenken.

Magdeburg, den 05.09.2017
Dr. Gerhard Feige
Bischof

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