Bistumskarte

Vertrauen, Ideen und Kommunikation

Neujahrsempfang der Caritas und Einführung der neuen Caritasdirektorin

Mit dem Caritas- Motto „Not sehen und handeln“ kann sich Cornelia Piekarski zu 100 Prozent identifizieren, erklärte die 54 Jährige bei ihrer Einführung als neue Caritas-Direktorin beim Neujahrsempfang des Verbandes. Das ihr entgegengebrachte Vertrauen schätzt sie sehr und sieht es auch als die Grundlage ihrer zukünftigen Arbeit in Magdeburg. Ähnlich wie die Heiligen Drei Könige, wünscht sie sich neue Ideen und Inspirationen, die wie ein Stern am Himmel den Weg weisen. In offener und vertrauensvoller Kommunikation möchte Piekarski mit ihren Mitarbeitern Tendenzen und Ideen deuten, um daraus neue Handlungsfelder abzuleiten.

Dazu bedarf es Beharrlichkeit und Reflexion, aber auch Kurskorrekturen, wenn Unvorhersehbares auf dem Weg geschieht. Dabei gelte es, dass Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.

Wie mühsam ein Weg in der Sozialpolitik sein kann, deuten die langjährigen Prozesse zum Bundesteilhabegesetz und der neuen Pflegeausbildung an. „Die Ziele sind gut, aber ob der Weg dorthin funktioniert, müssen wir schauen“, so die Caritas-Direktorin. Auch deshalb müsse sich der Caritas-Verband sich immer wieder verstärkt in die politische Diskussion einbringen.

Bischof Dr. Gerhard Feige ging in seiner Predigt auf dieses Anliegen der neuen Direktorin ein: „Sie haben sich zu einer klaren und eindeutigen Positionierung zu sozialpolitischen Themen bekannt – und dies immer auf der Grundlage der christlichen Botschaft, die Sie durch den konkreten Einsatz für die Menschen in unserem Bistum erlebbar werden lassen möchten. Dazu bringen Sie viel Erfahrung und eine breite Fachkenntnis in unterschiedlichen Feldern der sozialen Arbeit mit.“

Der Bischof betonte die Wichtigkeit von diakonischem Handeln für die Kirche: „Schon früh gab es einerseits so etwas wie eine „institutionalisierte Diakonie“, um die Zuwendung zu den Bedürftigen kompetent und sozusagen „amtlich“ zu organisieren und sie nicht dem Zufall zu überlassen. Andererseits hat sich Kirche auch von Anfang an in all den Einzelnen verwirklicht, die ganz unspektakulär mit offenen Augen und Herzen auf die Not reagieren, die sie in ihrem unmittelbaren Umfeld wahrnehmen. Gerade heute – angesichts der Not unseres Sozialstaates und angesichts der Veränderungen in unseren kirchlichen Gemeinden – braucht es verstärkt ein solches kreatives und entschiedenes Engagement vor Ort.“

Eine Stärkung des örtlichen caritativen Engagements in den 44 Pfarreien des Bistums wünscht sich auch der Aufsichtsratsvorsitzende des Caritas-Verbandes, Dr. Norbert Hahn. Er wünscht sich eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Gliederungen des Verbandes und der Kirche, insbesondere auf Pfarreiebene.

„Liebe Frau Piekarski“, so der Bischof, „seien Sie herzlich willkommen! Wir freuen uns auf Sie! Möge Ihnen aus dem Glauben die Kraft zuwachsen, sich leidenschaftlich und gelassen zugleich für all diejenigen zu engagieren, die in Not sind – und dadurch in unserer Welt etwas von der Güte aufscheinen zu lassen, die nur von Gott selbst kommen kann. Ich bin dankbar, dass viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Caritas bereits in diesem Sinne handeln, und wünsche Ihnen allen Gottes reichen Segen für den weiteren gemeinsamen Weg.“

Cornelia Piekarski ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Ihr Studium der Sozialpädagogik und Sozialarbeit sowie der Organisationsentwicklung führte sie nach Berlin und Kassel. Die soziale Arbeit hat sie an unterschiedlichen Orten intensiv kennengelernt: ob in Berlin oder Santiago de Chile, ob in der Gesundheitsberatung oder im Frauenhaus.

Über ein Jahrzehnt lang war sie als Bereichs- und Einrichtungsleitung bei Caritas Kinder- und Jugendhilfe gGmbH tätig, weitere 12 Jahre als Geschäftsführerin des Albert-Schweizer-Kinderdorfes Berlin e. V. Dies alles paart sich mit zahlreichen Erfahrungen und Kenntnissen im Bereich der Organisationsberatung.

(sus/Sperling)

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