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Reha-Zentrum für Kriegsversehrte

„Partnerschaftsaktion Ost“ im Bistum Magdeburg steht durch den Ukraine-Krieg vor ganz neuen Herausforderungen

Zum 30-jährigen Jubiläum steht die „Partnerschaftsaktion Ost“ des Bistums vor ihrer wohl bisher größten Herausforderung. Einst auf Initiative des früheren Bischofs Leo Nowak gegründet, um Brücken nach Osteuropa zu bauen und den gegenseitigen Austausch zu fördern, will die Partnerschaftsaktion Ost insbesondere den Frieden und die Verständigung der Völker fördern. Und das ist gerade in diesen Zeiten schwieriger denn je: Nach Putins Überfall auf die Ukraine herrscht Krieg, scheinen Frieden und Verständigung in weite Ferne gerückt zu sein. 

Aber gerade in schweren Zeiten nimmt das Hilfswerk seinen Auftrag weiterhin ernst – und setzt sich, so gut es eben geht, für die Menschen in der Ukraine ein. Schon Ende Februar hat die Partnerschaftsaktion gemeinsam mit der litauischen Gemeinde an einer Friedenskundgebung auf dem Alten Markt in Magdeburg teilgenommen. Ebenso  organisiert sie humanitäre Hilfe für die Ukrainer. In Zusammenarbeit mit zwei Supermärkten in Biederitz und Gerwisch wurden beispielsweise Hilfsgüter nach Lviv/Lemberg transportiert. 

Bei einem Vortrag in der Gemeinde Hl. Dreieinigkeit in Dessau hat Geschäftsführerin Rasa Hinz kürzlich die humanitäre Hilfe für die Menschen in der Ukraine vorgestellt. „Wir sind ein relativ kleines Hilfswerk. Daher kooperieren wir mit weiteren Organisationen und bündeln unsere Kräfte“, so Hinz. So sei die Partnerschaftsaktion Ost gerade dabei, gemeinsam mit der Deutsch-Ukrainischen Vereinigung in Sachsen- Anhalt ein Reha-Zentrum in der Ukraine auszustatten. Dafür würden dringend medizinische Geräte, Liegen und Betten, Rollstühle und andere Hilfsgüter benötigt. 

„Die verletzten Menschen wurden aus Trümmern gerettet und in umliegende Krankenhäuser verbracht. Nach dem Krankenhausaufenthalt müssen sie irgendwo untergebracht werden – ihre Häuser und Wohnungen sind zerstört“, erklärt Rasa Hinz. An dieser Stelle könne das Reha-Zentrum helfen. Hinzu komme, dass kriegsversehrte Zivilisten und Soldaten eine physische wie auch psychische Betreuung benötigen. „Sie müssen mit ihren körperlichen und seelischen Verlusten leben lernen“, so Hinz. 

Die Zuhörer in Dessau seien jedenfalls aufgeschlossen und interessiert gewesen, so die Geschäftsführerin des Hilfswerks. Sie seien nicht nur betroffen über den Krieg, sondern hätten auch genau erfahren wollen, wie die humanitäre Hilfe für die Ukraine funktioniert, freut sich Rasa Hinz. Auch nach dem Vortrag hätten sich Interessenten gemeldet, die ihre Unterstützung angeboten haben. „Wir werden prüfen, wie wir hier unsere Kräfte bündeln können“, so Hinz. 

Mehr Infos erhalten Sie unter www.partnerschaftsaktion-ost.de.
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(OG; Fotos: Bistum Magdeburg/Partnerschaftsaktion Ost)

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