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Lebendige Beziehung

Partnerschaftstag im Vorfeld der Bistumswallfahrt ein Treffen mit alten Bekannten

Die Freude war groß, als sich alte Bekannte aus den Partnerbistümern im Vorfeld der großen Bistumswallfahrt zum Partnerschaftstag 2022 trafen. Wie viele regelmäßige Treffen und Veranstaltungen konnte auch der traditionelle Partnerschaftstag in den vergangenen Jahren pandemiebedingt nicht stattfinden. Nun aber reisten Delegationen aus Gienzno und Poznañ  in Polen, aus Kaisiadorys und Telšių in Litauen sowie aus Hradec Králové in Tschechien und aus Paderborn  nach Magdeburg.

Neben Erinnerungen an die frühen 1990iger Jahre, als der Jugendseelsorger Dr. Algirdas Jurevičius zum ersten Mal nach Magdeburg kam und mittlerweile Bischof der litauischen Diözese Telšių ist, wurde das Bedauern geäußert, dass die Delegationen der französischen Bistümer Le Mans und Châlons nicht dabei sein konnten.

Bischof Dr. Gerhard Feige begrüßte die Gäste im Roncallihaus und führte sie mit einer Bildershow durch die Ereignisse im vergangenen Jahr. Mit dabei waren auch Altbischof Leo Nowak und Mitglieder des Ordinariatsrates sowie Vertreter des Katholikenrates. Dann aber wurde der Synodale Weg in Deutschland und der Prozess der Weltsynode diskutiert, der ja alle Bistümer weltweit betrifft.

Am nächsten Tag reiste die Delegation nach Halle, um sich über Leitungsteams zu informieren. Nach einem feierlichen Gottesdienst in der Dreieinigkeitskirche, traf die Gruppe Vertreter des Leitungsteams. Mittlerweile wird fast ein Viertel der Pfarreien im Bistum Magdeburg nicht mehr von einem eigenen Pfarrer geleitet werden, vielmehr von einem Team von Ehrenamtlichen unter der Moderation eines Priesters. Die Zahl der Pfarreien mit Leitungsteams wird in den nächsten Jahren noch weiter steigen. In wenigen Jahren werden im Bistum Magdeburg bei aktuell vierundvierzig Pfarreien noch etwa zwanzig Priester im aktiven Dienst tätig sein. „Die Diskussion mit dem Leitungsteam war auch für die Paderborner Delegation interessant, weil die Frage nach neuen Wegen der Pfarreileitung aufgrund der rapide zurückgehenden Priesterzahlen sich in wenigen Jahren auch im Erzbistum Paderborn stellen wird“, sagt Monsingnore Andreas Kurte.

Dann besucht die Gruppe die Franckeschen Stiftungen zu Halle, die  eine Vielzahl kultureller, wissenschaftlicher, pädagogischer und sozialer Einrichtungen beherbergen. Sie wurden 1698 durch den Theologen und Pädagogen August Hermann Francke gegründet. Franckes pietistisch geprägte Schulen und soziale Initiativen erlangten internationale Bedeutung.

Nach einem kurzen Abstecher zur Moritzkirche machen sich die Gäste wieder auf den Heimweg nach Magdeburg. 

(sus; Fotos: Sperling)

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