Silber Hochzeit im Kloster: 25jähriges Professjubiläum

Tag der offenen Klöster bei den Don Bosco Schwestern

Eigentlich sieht man es ihm nicht an. Da kommt ein gut gelaunter Mann mit schwarzen Haaren und einem Schnauzer auf Dich zu und lächelt Dich freundlich mit wachen und blitzenden Augen an: Pater Ulrich O.Praem.

Der gebürtige Eislebener feiert am kommenden Sonntag, 22. April, seine 25jährige Ordenszugehörigkeit mit der Pfarrei nach. Seit August 2014 verstärkt er das Prämonstratenser-Priorat Magdeburg, zuerst noch als Religionslehrer am Ökumenischen Domgymnasium und Kooperator in der Nordpfarrei St. Johannes Don Bosco, seit 2015 als Moderator des dortigen Pfarrteams.

Der heutige 52jährige Prämonstratenser trat im März 1993 in die Abtei Hamborn ein und legte nach seinem Noviziat im April 1994 die zeitliche Profess ab, durch die er sich an den Orden und die Kirche band. In der Zwischenzeit ist viel geschehen und Pater Ulrich kann auf eine 25jährige bewegte Zeit zurückblicken. „Es war nicht immer alles so einfach für mich“, resümiert er nachdenklich, „aber letztlich zählt die Freundschaft zu Christus“. Auch wenn manche den agilen Chorherren als Exot betrachten, sieht er sich nicht so. „Als Ordensmann lebe ich eine besondere Lebensform, ja, vielleicht. Doch letztendlich ist das Klosterleben auch nicht viel anders als ein `normales´ Familienleben“, schmunzelt er und fügt verschmitzt hinzu: „und ich lebe gerne so“.

Da scheint es auch nicht verwunderlich zu sein, wenn er sein Professjubiläum am Wochenende der Aktion „Tag der offenen Klöster“ in der Kirche St. Mechthild feiert. Denn hier leben drei Don Bosco Schwestern, die bereits am Samstag, 21.April von 14:00 bis 18:00 Uhr  zum Tag der offenen Klöster einen Einblick in ihr Klosterleben gewähren und ihren Schwesternkonvent für alle Neugierige öffnen. Mehr Informationen finden Sie hier

Sein silbernes Ordensjubiläum feiert Pater Ulrich dann am Sonntag, 22.April, um 10:30 Uhr mit einer festlichen Messefeier, mit Festprediger Pfarrer Mercin Delenk aus Krostwitz und im Anschluss sind alle Gottesdienstbesucher zum Mittagessen eingeladen.  (MS)

Tag der offenen Klöster

Am kommenden Samstag, 21. April, findet zum zweiten Mal ein bundesweiter „Tag der offenen Klöster“ statt. Unter dem Leitthema „Gut. Wir sind da.“ öffnen über 230 Klöster und Ordensniederlassungen ihre Türen. Abt Hermann-Josef Kugler O.Praem., Vorsitzender der Deutschen Ordensobernkonferenz (DOK), freut sich auf das Ereignis: „Wir Ordensleute wollen damit bewusst in die Öffentlichkeit gehen, um die Verschiedenheit der Charismen und Lebensweisen zu zeigen. Viele Menschen haben einen verkürzten Eindruck: Die Ordensfrau läuft mit dem Schleier herum und der Mönch mit der Kapuze. Aber die Ordenslandschaft ist sehr viel bunter, die Ausrichtungen der Orden sind deutlich vielfältiger. Oft merken wir, dass sich bei Gästen unserer Konvente das Bild vom Klosterleben durch einen Besuch ändert.“

Organisiert wird der „Tag der offenen Klöster“ durch die Deutsche Ordensobernkonferenz in Zusammenarbeit mit den Klöstern und Ordensgemeinschaften, die sich daran beteiligen. Über alle teilnehmenden Gemeinschaften informiert die Internetseite www.tag-der-offenen-kloester.de. Eine Landkarte bietet eine detaillierte Übersicht über die Veranstaltungen an diesem Tag.

Hintergrund

Ordensgelübde sind das öffentliche Versprechen eines Novizen in einer Ordensgemeinschaft, nach den evangelischen Räten und unter einem Oberen nach einer Ordensregel zu leben. Das Ablegen der Ordensgelübde wird auch als Profess (Profess von lat. professio, ‚Bekenntnis‘) bezeichnet, ein Ordensangehöriger, der die Gelübde abgelegt hat, als Professe.

Im Einzelnen verspricht der Ordensangehörige den im Matthäusevangelium genannten Räten der Armut, der ehelosen Keuschheit und des Gehorsams zu folgen und sich für einen bestimmten Zeitraum (zeitliche Profess) oder dauerhaft (ewige Profess) an die Ordensgemeinschaft zu binden. Das Ablegen der Gelübde hat kirchenrechtliche Folgen und beeinträchtigt die Erwerbs- und Besitzfähigkeit des Professen.

 

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