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Mit Gott an unserer Seite, da geht was!

Beauftragung und Segnung des neuen Leitungsteams in der Pfarrei St. Jutta, Sangerhausen

„Unsere Gemeinde geht neue Wege“, so begrüßte die stellvertretende Pfarrgemeinderatsvorsitzende Katja Golm die Gottesdienstbesucher in Sangerhausen. „Wir freuen uns, dass Bischof Dr. Gerhard Feige unser neues Leitungsteam beauftragt und segnet.“ Die Pfarrei St. Jutta in Sangerhausen wird nun von Andreas Skrypek, Andreas Ritter, Uwe Hornickel, Jürgen Singer und dem geistlichen Moderator Pfarrer Jörg Bahrke geleitet, da für die Pfarrei kein leitender Pfarrer zur Verfügung steht.

 Zur Begrüßung fragte der Bischof: „Wer oder was ist die Kirche? Für Außenstehende oft nur ein Verein unter anderen, ein exotischer Interessenverband, ein nützlicher Kulturträger und wichtiger Arbeitgeber oder eine Dienstleistungseinrichtung für religiöse Bedürfnisse. Für uns aber ist sie Volk Gottes, Leib Christi und Bau im Heiligen Geist, gewissermaßen also ein „göttlich-menschliches Mischwesen“. Das entlastet, weil Gott mit uns auf dem Weg ist, fordert uns aber auch heraus, unsere irdischen Verhältnisse verantwortungsbewusst zu gestalten.“

„In dieser bewegten Zeit haben Sie sich dazu entschlossen, Verantwortung für das Leben Ihrer Pfarrei zu übernehmen“, so der Bischof in seiner Predigt, verbunden mit der Frage, ob das nicht alles eine Überforderung sei? „Schließlich haben sie ja auch noch ihre Familie, ihren Beruf und jede Menge weiterer Verpflichtungen.“

„Wir haben keine perfekten Lösungen“, so der Bischof weiter, „Aber wir suchen zusammen mit den Haupt- und Ehrenamtlichen vor Ort, in welcher Form Pfarreien und Gemeinden auch in Zukunft lebendig sein und für Menschen innerhalb und außerhalb der Kirche von Gott künden können. In unserer extremen Diaspora-Situation erscheinen mir die Schritte, die wir jetzt mit Ihnen in der Pfarrei St. Jutta gehen wollen, als sinnvoll und weiterführend. Und sie sind auch theologisch durchdacht und verantwortbar. Dafür stehe ich als Bischof ein.“

Die damit verbundenen Sorgen will der Bischof nicht schönreden. „Es wird Ihnen tatsächlich etwas zugemutet“, so Feige. „Und ich meine, es ist letztlich eine Zumutung Gottes für den Glauben, sozusagen ein Ernstfall des Glaubens. Glauben Sie, dass Gott auch in dieser Situation in Ihrer Pfarrei unter Ihnen ist?“

Der stellvertretende Kirchenvorstand Andreas Hanstein hatte bereits zur Begrüßung von der Zuversicht gesprochen, dass über allem Gottes Geist liege und folgerte daraus: „Mit Gott an unserer Seite, da geht was!“ Der Bischof dankte dem Pfarreileitungsteam für die Zeit, die Kraft und das Engagement, damit die Kirche vor Ort lauch weiterhin lebendig bleibt.

(sus; Fotos: Sperling)

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