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Kerze im Dunkel
Foto: Monika Wagmann

Pfarrer i.R. Matthias Faber gestorben

Gott, der barmherzige Vater, hat am Mittwoch, 16. November 2022, seinen treuen Diener, Pfarrer i. R. Matthias Faber im Alter von 97 Jahren in sein ewiges Reich gerufen.

Matthias Faber wurde am 19. Juni 1925 in Hertwigswalde (Schlesien) geboren. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs fand er zunächst in Westdeutschland eine neue Heimat. Im Jahr 1955 siedelte er in die DDR um. Bald darauf trat er in den Franziskanerorden ein und studierte schließlich am Philosophisch-Theologischen Studium und im Priesterseminar in Erfurt Theologie.

Der Berliner erzbischof Alfred Bengsch weihte ihn am 09. Juni 1962 in Berlin-Pankow zum Priester. Seine Ordensoberen versetzen Pater Matthias im Jahr 1964 nach Halle. Dort war er als Vikar in der Pfarrei Heilige Dreieinigkeit tätig. Nachdem er 1967 aus dem Orden ausgetreten war, schickte ihn Weihbischof Friedrich Maria Rintelen zunächst als Vikar nach Bad Liebenwerda. Im Jahr 1968 übernahm er die Stelle des Kuraten in der Kuratie Roßla (bei Sangerhausen) und wurde 1975 von Bischof Johannes Braun zum Pfarrer der Pfarrei St. Anna in Köthen ernannt. Ab 1978 setzte Matthias Faber seinen priesterlichen Dienst als Pfarrvikar in Wettin fort und übernahm fünf Jahre später die Leitung der Pfarrei St. Andreas in Meyendorf.

Aus gesundheitlichen Gründen bat er Bischof Johannes Braun 1987 um die Versetzung in den Ruhestand. In den folgenden drei Jahren unterstütze er die Seelsorger in Halle-Döhlau und Zappendorf. Im Jahr 1990 siedelte er in den westlichen Teil des Erzbistums Paderborn um und wurde in Hamm als Subsidiar eingesetzt. Schließlich zog es ihn fünf Jahre später in die Nähe seines Bruders nach Münster. Dort übernahm er, solange das seine Kräfte zuließen, gern priesterliche Dienste. In den vergangenen Jahren lebte er in einer Altenpflegeinrichtung.

Pfarrer Matthias Faber fühlte sich auch im Ruhestand mit dem heutigen Bistum Magdeburg verbunden. So nahm er regelmäßig an der jährlichen Werkwoche für pensionierte Priester teil und beschäftigte sich noch im hohen Alter mit dem Gedanken, wieder in das heutige Bistum Magdeburg zurückzukehren. 

„Wie freue ich mich, da man mir sagte: Wir ziehen zum Haus des Herrn.“ - dieses Zitat aus dem Psalm 122, das Matthias Faber auf das Gedenkbild zu seinem Goldenen Priesterweihejubiläum drucken ließ, ist Ausdruck seines beständigen Unterwegsseins. Der allmächtige Gott gebe ihm nun im Haus seiner Herrlichkeit ewige Heimat. 

Das Requiem für Pfarrer Matthias Faber wird am Mittwoch, 23.11.2022, um 10:00 Uhr in der Hl.-Geist-Kirche in Münster gefeiert. Die Beisetzung erfolgt anschließend auf dem Zentralfriedhof Münster.

Wir wollen unseres verstorbenen Mitbruders im Gebet und bei der Eucharistiefeier gedenken.

Magdeburg, den 17. November 2022 

Thomas Kriesel
Ordinriatsrat

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