Kerze im Dunkel
Foto: Monika Wagmann

Tanzen, Beten und Singen zum Lobe Gottes

Pfarrer i.R. Georg Kirch verstorben

Der allmächtige Gott hat am 24. April 2018 seinen treuen Diener,
Pfarrer i. R. Georg Kirch
im Alter von 87 Jahren in sein ewiges Reich gerufen.

„Wir danken Dir, dass Du uns berufen hast, vor Dir zu stehen und Dir zu dienen.“ Diese Worte aus dem Zweiten Hochgebet der Hl. Messe wurden Pfarrer Georg Kirch im Lauf seines langen priesterlichen Wirkens immer wichtiger. Sie finden sich 2003 auf dem Gedenkbild zu seinem Goldenen Priesterweihejubiläum und sieben Jahre später auf seinem Dankschreiben zum 80. Geburtstag. Gott und den Menschen als Priester dienen, das war die Berufung, die ihn über 65 Jahre lang bewegte und in Bewegung hielt.

Geboren wurde Pfarrer Georg Kirch am 07.06.1930 in Magdeburg. Dort begann seine Schulzeit 1936 an der katholischen Volksschule und endete zwölf Jahre später mit der Reifeprüfung an der Domschule. Noch im Jahr 1948 nahm er in Bad Driburg seine theologischen Studien auf, die er dann in Paderborn, München und im Priesterseminar auf der Huysburg fortsetzte. In der Klosterkirche auf der Huysburg empfing er am 06.08.1953 die Priesterweihe.

Seinen priesterlichen Dienst führte Georg Kirch zunächst als zweiter Vikar in der Pfarrei Schmerzhafte Mutter in Torgau aus. Vier Jahre später wurde er Pfarrvikar in Ziesar. Nach einem kurzen Einsatz als Pfarrverweser in Badersleben schloss er sich im Jahr 1964 dem Oratorium des heiligen Philipp Neri in Dresden an. Als Oratorianer wirkte er in Naundorf und im Caritasheim Trebnitzgrund. Im Jahr 1976 wurde er zum Pfarradministrator der Pfarrei St. Franziskus Xaverius in Dresden-Neustadt ernannt. Dort galt seine besondere Sorge den jungen Arbeitern.

Nachdem Georg Kirch 1982 aus dem Oratorium des heilige Philipp Neri ausgetreten war, wurde er 1982 in das Bistum Dresden-Meißen inkardiniert und als Kaplan nach Zittau versetzt. Im Jahr 1992 kehrte er in das heutige Bistum Magdeburg zurück und wirkte bis zu seiner Pensionierung als Seelsorger in Langenweddingen und in Bahrendorf. Als Priester im (Un-)Ruhestand unterstützte er die Mitbrüder der umliegenden Gemeinden, wann immer es ihm möglich war. Er feierte die Hl. Messe, besuchte die Kranken und spendete die Sakramente.

Tanzen, Beten und Singen zum Lobe Gottes, das gehörte für Pfarrer Georg Kirch untrennbar zu seinem priesterlichen Dienst. Dort, wo er als Seelsorger tätig war, wurde getanzt, gebetet und gesungen, in Gottesdiensten, in Religiösen Kinderwochen, mit Jugendlichen, Familien und Senioren. „Zwar würde ich mich gern heimholen lassen“, so schrieb er nach seinem 85. Geburtstag, „aber so lange ich Erdenbürger bleiben soll, will ich gern TA(nzen), BE(ten) und SI(ngen) treu bleiben.“

Der barmherzige Gott vergelte unserem Mitbruder seinen treuen Dienst und führe ihn in die Freude des Himmels, damit er einstimmen kann in das Tanzen, Beten und Singen der Engel und Heiligen.  (Thomas Kriesel)

Das Requiem für Pfarrer Georg Kirch feiern wir am Freitag, 04.05.2018, um 14.00 Uhr in der Katholischen Kapelle St. Mauritius in Langenweddingen, Halberstädter Str. 1. Anschließend wird er auf dem örtlichen Friedhof bestattet.

Wir wollen unseres verstorbenen Mitbruders im Gebet und bei der Eucharistiefeier gedenken.

Magdeburg, den 25. April 2018

Dr. Gerhard Feige
       Bischof

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