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„Kinder teilen mit Kindern“

Sach- und Geldspenden vom St. Martinsfest in Ottersleben übergeben

Mit hell erleuchteten Laternen in der Hand versammelten sich am Abend zum Sankt Martinsfest nahezu 1000 Menschen im Stadtteil Ottersleben zum größten Martinsumzug der Stadt. Traditionell führten die Kinder der katholischen Gemeinde, der Grundschule Ottersleben sowie der Erwachsenenchor „Collegium Musicum“ ein Singspiel über das Wirken des römischen Soldaten Martin von Tour auf, der laut Überlieferung im 3. Jahrhundert seinen Soldatenmantel mit einem frierenden Bettler geteilt hat.

Wie Martin, der in einem entscheidenden Augenblick seines Lebens barmherzig gehandelt hat und einen klaren Blick für den Nächsten hatte, so öffneten auch die vielen Kinder und Familien im Stadtteil Ottersleben ihren Blick für notleidende Menschen und sammelten in ihren Einrichtungen Sachspenden, d.h. Schulmaterialien, aber auch Spielzeug für geflüchtete Kinder aus der Ukraine, die jetzt in unserer Stadt leben.

St. Martin, gespielt von der zehnjährigen Greta Neuhof überreichte nun mit den stellvertretenden Kita-und Hortleiterinnen des Otterslebener Lebenskreises, Vertretern des Fördervereins der Grundschule und evangelischen und katholischen Gemeindemitgliedern sowie der Koordinatorin des Festes, Karin Marcinkowski die Sachspenden stellvertretend an die ukrainischen Kinder Anna und Andre Bevziuk. Sie werden in der deutsch-ukrainischen Vereinigung Sachsen-Anhalts verteilt, wie die Schatzmeisterin Dr. Nadja Pilipcuk versicherte.

Die Geldspende in Höhe von 1233,81 Euro wurde an das bischöfliche Hilfswerk „Partnerschaftsaktion Ost“ übergeben. Mit dem Geld soll in der zerstörten Schule der ukrainischen Stadt Kutuziwka im Gebiet Charkiv eine Schultafel gekauft werden, so das Kuratoriumsmitglied Regina Masur.

Der Anlass des gemeinsamen Feierns wird ernst genommen: „Kinder teilen mit Kindern“. So ist das Sankt Martinsfest in Ottersleben auch beispielhaft für ein gelingendes Miteinander vieler unterschiedlichen Vereine, Institutionen und Einrichtungen und es strahlt in diesem Sinne auch Licht über die Stadtteilgrenzen hinaus für Bedürftige. Der Heilige Martin erinnert uns daran, die Not unserer Mitmenschen wahrzunehmen und dieses Anliegen wie ein helles Licht in den Stadtteil und in unsere Welt zu tragen.

(KM, sus; Foto: Sperling)

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