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Teilen schenkt Freude

Treffen der angehenden Diakone mit ihren Familien im Roncalli-Haus in Magdeburg

Zum Fest des Heiligen Martin trafen sich angehende Diakone und ihre Familien aus Sachsen-Anhalt und weiteren ostdeutschen Bistümern zu einem kreativen und abwechslungsreichen Wochenende. Der historische Martin teilte als Bischof von Tours seinen Mantel mit einem Armen. Das Teilen stand auch beim Zusammentreffen in Magdeburg im Fokus. Zunächst stand das familiäre Teilen im Vordergrund. Die Frauen und Kinder erhielten Einblicke in das Roncalli-Haus, in dem ein wichtiger Teil der Ausbildung zum diakonischen Dienst absolviert wird. Auf diese Weise konnten die Frauen und Kinder, die ihre Familienväter häufig dafür entbehren müssen, Anteil an der diakonischen Ausbildung nehmen. Sie sahen, wohin sich Partner und Väter am Wochenende oder nach Feierabend auf den Weg machen, um für den Dienst am Nächsten ausgebildet zu werden. Für die Eltern gab es eine Einkehrzeit mit dem Ehepaar Ulrike und Diakon Joachim Sponholz, die die Ehepaare gut miteinander ins Gespräch brachten.

Am Martinsabend wurden zuerst im Rahmen des geselligen Miteinanders auf der Dachterrasse des Roncalli-Hauses Martinshörnchen geteilt in Erinnerung an das Hufeisen, das Martins Pferd am Stadttor von Amiens verloren haben soll. Doch das Teilen blieb nicht auf den familiären Kreis beschränkt. Entflammt von den Geschichten des Heiligen Martin und den Anregungen aus der Fachakademie, fanden die Kinder Gefallen daran, dem historischen Vorbild nachzueifern, schmierten am Samstagmorgen in aller Herrgottsfrühe Brote und brachten sie zur örtlichen Bahnhofsmission. Ehrenamtliche der Bahnhofsmission und die anwesenden Gäste waren hocherfreut über die leckeren Brote und griffen beherzt zu. Die Kinder bekamen ein vielfaches Lächeln und die Dankbarkeit der Bahnhofsmission geschenkt. Damals wie heute gilt: Teilen schenkt Freude und entflammt die Herzen.

Apropos entflammen: Am Martinstag dürfen natürlich nicht die Laternen fehlen. Diese bastelten Eltern und Kinder gemeinsam, stellten sich als Familie mit den Laternen vor und brachten das Roncalli-Haus zum Leuchten. Die Laternen am Martinstag erinnern an den Bibelvers, der im Mittelalter an diesem Tag verlesen wurde: „So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“ (Mt 5,16) Hilfreich wären diese Laternen auch beim Besuch der Tropfsteinhöhle in Rübeland gewesen, einem weiteren Programmpunkt speziell für die Kinder an diesem ereignisreichen Wochenende. Von den leuchtenden Augen der begeisterten Kinder ging offenbar solch eine große Strahlkraft aus, dass die Sonne es sich nicht nehmen ließ, alle am Mittag und Nachmittag mit Sonnenschein zu beschenken. Abgerundet wurde das umfangreiche Programm von Morgen- und Abendandachten und einem gemeinsamen Familienabschlussgottesdienst am Sonntagmorgen in der Kathedrale. Auf vielfältige Weise durch das Wochenende gestärkt fuhren die angehenden Diakone mit ihren Familien zurück in die Heimat. Mögen alle mit Gottes Hilfe viel Segen in unserem Bistum und der Welt bewirken.

(CvK; Foto: Pogoda, von Kleist)

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