Bistumskarte

Das bunte Haus am Wasserturm

Offene Kinder- und Jugendarbeit  im Thomas Morus Haus in Genthin ist eine Mutmachgeschichte

Fröhlich und bunt wird es, wenn man durch die Tür des Thomas Morus Hauses in Genthin geht. Eine Gruppe junger Mädchen und Jungen ist zum Frühstück versammelt und wartet nun ungeduldig auf den Startschuß zum Ferienausflug. Sie wollen zusammen zum Arendsee fahren und eine Gruppe besuchen, die sich dort für eine Woche zur Ferienfreizeit aufhält.

Aber der Leiter des Thomas Morus Hauses, Ronny Harzendorf, begrüßt erst noch einen Ehrengast, den ehemaligen Pfarrer von Genthin und Mitbegründer des Jugendhauses, Willi Kraning. Mit dabei war auch Bernd Neumann, der das Morushaus von dessen Gründung 1994 bis 2014 geleitet hatte. Schnell wird klar, wenn man den beiden “alten Hasen” zuhört, dass das 25jährige Bestehen des Jugendhauses keine Selbstverständlichkeit ist.

Bernd Neumann, der sich nun mit ganzem Herzen dem Förderverein widmet und Willi Kraning berichten von den spannungsgeladenen Wochen vor dem November 1989, der Aufbruchsstimmung nach der friedlichen Revolution und dem mutigen Einstehen für eine offene Kinder- und Jugendarbeit in Genthin.

Etwa 50 Kinder und Jugendliche kommen täglich ins bunte Haus am Wasserturm. Hier steht ein engagiertes Team um Ronny Harzendorf mit Rat und Tat zur Seite. Es werden Spiele gespielt, Musik gemacht oder auf dem Trampolin Saltos geübt. “Sport stand und steht immer ganz oben auf dem Programm, “ erklärt der sportbegeisterte Neumann. “Vor allem Mannschaftssportarten, um das Zusammenarbeiten im Team zu stärken.”

Aber auch die Teilnahme an sozialen Projekten, wie der 72-Stunden-Aktion „Euch schickt der Himmel", die der Bund der Deutschen Katholischen Jugend initiiert hat, stand in diesem Jahr auf dem Programm. Zu den Grundprinzipien der offenen Kinder- und Jugendarbeit im „bunten Haus am Wasserturm“ gehört es, das alte Gute zu bewahren und sich dem guten Neuen nicht zu verschließen. “Nicht nur die Gründung des Hauses, sondern auch die ganze Arbeit hier kann als große Mutmachgeschichte erzählt werden”, so Kraning. “Die Erfolgsformel der 25-jährigen Geschichte der Einrichtung, besteht aus „Mutmachen, Vertrauen haben und Anpacken“ sowie den engagierten Menschen, die hier arbeiten und die das Haus fördern.”

Und so haben sich im Jugendhaus „Thomas Morus“in der bisherigen Angebots-Palette folgende Maßnahmen besonders bewährt: Maßnahmen zur sportlichen Betätigung, Ausbildungs- und berufsbegleitende Unterstützungen und Maßnahmen, integrative Maßnahmen für jugendliche Spätaussiedler und sozialgefährdete Jugendliche sowie Maßnahmen zur Begleitung bei Kriminalitäts- und Suchtprävention, beim Sozialamt, zur Schuldnerberatung und vieles mehr.

So steht das Haus den Kindern und Jugendlichen auch in den Ferien offen und neben der täglichen Angebote vor Ort, werden Reisen und Ferienfreizeiten angeboten. Am 22. August findet im bunten Haus am Wasserturm das Sommerfest zum 25 jährigen Bestehen statt, zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen sind.

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