Bistumskarte

Viele haben gedankt, vielen ist zu danken

Peter Brause verlässt das Bistum und widmet sich neuen Aufgaben

Knapp 18 Jahre lang bekleidete Peter Brause das Amt des Abteilungsleiters für Religionspädagogik der Edith-Stein-Schulstiftung im Bistums Magdeburg. Zum 01. März wechselt er in das Bistum Rottenburg-Stuttgart. In einem Gottesdienst wurde er nun von Bischof Dr. Gerhard Feige unter der Anwesenheit von über 40 Weggefährten feierlich verabschiedet.

„Ein Abschied bringt immer gemischte Gefühle mit sich, dennoch überwiegt bei Ihnen der Dank“, so die einleitenden Worte des Bischofs. Auch im weiteren Verlauf des Gottesdienstes stand das Handeln Brauses im Zentrum.

So beschreibt Feige in seiner Predigt, bezogen auf das Matthäusevangelium und die Geschichte über den Herrn, der seinen Dienern Talente zur Aufbewahrung übergibt, die Begabungen von Peter Brause. Gott gibt jedem Menschen ein „Grundkapital an Lebensmöglichkeiten, Begabungen und Zutrauen“. Uns, den Dienern, stehe es frei, dieses Kapital zu entfalten und zu vermehren, wie die ersten Beiden es getan haben, oder sie aus Mangel an Vertrauen zu verstecken, so wie der dritte Diener.

Brauses Gaben bestanden darin, sich in den „Dienst der Menschwerdung der Kinder und Jugendlichen“ zu stellen und sie „in die Freiheit zu begleiten: eine Freiheit, in der sie immer mehr erkennen, wer sie sind und was Gott mit ihnen vorhat, eine Freiheit, in der sie lernen, sich in der Flut der Informationen zurechtzufinden, die durch die Medien auf sie einströmen, und in der Vielfalt heutiger Lebensmöglichkeiten eine eigene Position zu beziehen.“

Zum Ende des Gottesdienstes stellte Bischof Feige Peter Brause unter Gottes Segen, dankte ihm für seine Verdienste im Bistum Magdeburg und wünschte ihm Kraft und Mut für seinen neuen Lebensweg.

Im Anschluss an den Gottesdienst waren die Anwesenden zu einem Empfang im Bischöflichen Ordinariat eingeladen. Hier folgte eine große Anzahl an Gruß- und Dankesworten, wie das von Steffen Lipowski, Leiter der Edith-Stein-Schulstiftung. Dieser stellte seinen Kollegen als einen Freund dar, der einen großen Verdienst am Religionsunterricht hat. „Es gibt keinen neuen Religionsplan, der nicht seine Handschrift trägt, keinen Absolvent und keine Absolventin für Religionslehre, der oder die nicht von ihm begleitet wurde und kein Schulbuch, das nicht durch seine Hände ging.“ Auch nannte er Brause einen Generalisten, der nicht nur auf einem, sondern auf vielen Gebieten Leistung zeigen konnte.

Nach Lipowski ergriff Prof. Dr. Harald Schwillus, Leiter der Religionspädagogik und Katechetik mit  Schwerpunkt Didaktik des Katholischen Religionsunterrichts an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Für ihn war Peter Brause ein Fachmann und ein kompetenter Partner. Durch seine Ausarbeitung der Studien- und Prüfungsordnung für die Martin-Luther-Universität sei überhaupt erst die Grundlage für die Ausbildung von Religionslehrer geschaffen wurden.

Es folgten weitere Ansprachen von Brauses evangelischen Kollegen,  Sören Brenner, Vertreter der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland und Ramona Möbius, Evangelische Landeskirche Anhalt. Genauso sprachen die Berliner Vertreter Mathias Bröckl, Leiter des Teilbereiches für  Religionsunterricht und Religionspädagogik im Erzbistum und Prof. Dr. Matthias Hahn von der Evangelischen Hochschule der Bundeshauptstadt sowie die Schulleitungen der Schulstiftung ihren Dank aus.

Zu guter Letzt ergriff Peter Brause selbst das Wort und dankte für die guten Wünsche und ihre Bitte um Segen für ihn. „Etwas besseres, als unter dem Segen Gottes auf einen neuen Weg zu gehen, kann es nicht geben.“ In seiner Ansprache gab er den Dank an seine Wegbegleiter zurück, besonders an seine unmittelbaren Kollegen aus der Schulstiftung, auf die er sich zu jeder Zeit verlassen konnte. „Der Grad der Arbeitsteilung war bei uns sehr hoch, die Kooperation aber auch.“

Seine Arbeit im Bistum Magdeburg habe Brause gelehrt, den „Bildungsauftrag nicht in Bistums- oder Konfessionsgrenzen zu denken.“ Aus diesem Grund hofft er, auch in Zukunft mit vielen seiner ehemaligen Kollegen zusammen arbeiten zu können. (TT)

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