Bistumskarte
Kerze im Dunkel
Foto: Monika Wagmann

Himmlische Stadt Jerusalem

Geistlicher Rat, Pfarrer i. R., Lic. theol. Winfried Lawetzky verstorben

Der allmächtige und gütige Gott
hat 1. Januar 2019,
seinen treuen Diener,
Herrn Geistlichen Rat,
Pfarrer i. R., Lic. theol.

Winfried Lawetzky

im Alter von 89 Jahren
in sein ewiges Reich gerufen.

Pfarrer Winfried Lawetzky wurde am 05.03.1929 in Arnsdorf in Ostpreußen geboren und ist dort aufgewachsen. In den Wirren am Ende des Zweiten Weltkrieges musste die Familie die ostpreußische Heimat verlassen und wurde in die Altmark nach Salzwedel verschlagen. Dort legte er im Juli 1948 das Abitur ab.

Noch im selben Jahr begann er an der Erzbischöflichen philosophisch-theologischen Akademie in Paderborn Theologie zu studieren. Vom Herbst 1949 bis zum Sommer 1956 setzte er das Studium an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom fort. Dort erwarb er auch das Lizentiat der Theologie.

In Rom wurde er am 10.10.1954 zum Priester für die Diözese Ermland geweiht. Sein ganzes Leben lang fühlte er sich mit seiner ermländischen Heimat verbunden. Das zeigte sich unter anderem, als er 1994 im Zuge der Errichtung des Bistums Magdeburg darauf verzichtete, sich in das neu gegründete Bistum umkardinieren zu lassen.

Im Jahr 1957 wurde Winfried Lawetzky in das damalige Erzbischöfliche Kommissariat Magdeburg als Vikar nach Merseburg entsandt. Zwei Jahre später übernahm er auch die Aufgabe des Dekanatsjugendseelsorgers für die Mädchen im Dekanat Halle.

Weihbischof Friedrich Maria Rintelen versetzte ihn 1961 als zweiten Vikar in die Propsteipfarrei St. Sebastian nach Magdeburg. Dort wurde er zugleich Dekanatsjugendseelsorger für Jungen. Nachdem die im Zweiten Weltkrieg zerstörte St. Petri-Kirche erworben und dort eine eigene Gemeinde errichtet  wurde, wurde er ihr erster Kurat. Er war wesentlich am Wiederaufbau und an der Gestaltung der Inneneinrichtung der St. Petri-Kirche beteiligt.

Bischof Johannes Braun ernannte Winfried Lawetzky 1973 zum Pfarrer der Pfarrei „Heilige Dreifaltigkeit“ in Tangermünde. Im Jahr 1974 wurde er auch Pastoralreferent im Dekanat Stendal.
Seit 1981 wirkte er unter Beibehaltung seiner Aufgaben auch als Richter des Interdiözesanen Offizialats in Erfurt.    

Dreißig Jahre lang hat er die Pfarrei Tangermünde geleitet. Für die ihm anvertrauten Menschen war er ein treuer und eifriger Seelsorger. An der Theologie, wie sie sich in Folge des Zweiten Vatikanischen Konzils entwickelte, war er immer interessiert und bemüht, sein Wissen in sein konkretes pastorales Tun einfließen zu lassen. Unter seiner Leitung wurde die Kirche in Tangermünde entsprechend der Liturgiereform saniert und umgebaut.

Nach seiner Versetzung in den Ruhestand  ließ sich Pfarrer Lawetzky 2003 in Sandau nieder. Dort bot er viele Jahre hindurch im benachbarten Caritas-Altenpflegeheim St. Marien und in den Gemeinden der Pfarrei seine seelsorglichen Dienste an. Aufgrund der zunehmenden gesundheitlichen Einschränkungen musste er im August 2018 seine Wohnung aufgeben und in den Pflegebereich des Caritas-Altenpflegeheims umziehen.                

Vom Glauben unseres verstorbenen Mitbruders kündet das bei der Renovierung der katholischen Kirche in Tangermünde entstandene Altarbild vom himmlischen Jerusalem. Möge der barmherzige Gott ihm all sein Mühen und Sorgen vergelten und ihn führen in die himmlische Stadt Jerusalem. (Thomas Kriesel)

Das Requiem für unseren verstorbenen Mitbruder feiern wir am Donnerstag, dem 10.01.2009, um 13.00 Uhr in der kath. Kirche zur heiligsten Dreifaltigkeit in Tangermünde. Anschließend wird er auf dem örtlichen Friedhof beerdigt. Die Priester und Diakone sind eingeladen, das Requiem und die Beerdigung in Chorkleidung mitzufeiern.

Wir wollen unseres Verstorbenen in der Eucharistiefeier und im Gebet gedenken.

Magdeburg, den 03.01.2019

Dr. Gerhard Feige

      Bischof

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