Bistumskarte

Bischof Leo Nowak zum Gesetzentwurf zur Gleichstellung homosexueller Partnerschaften

Magdeburg (pbm) - "Der von der Bundesregierung eingebrachte Gesetzesentwurf zur 'Beendigung der Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Gemeinschaften' (Lebenspartnerschaftsgesetz) stellt nach unserer Auffassung eine deutliche Verschlechterung der Stellung von Ehe und Familie in unserer Gesellschaft dar. Gesetzliche Instrumente, die eigentlich dem im Grundgesetz verbürgten besonderen Schutz von Ehe und Familie dienen sollen, werden auf nicht vergleichbare Lebenspartnerschaften angewendet.

Die besondere Schutzwürdigkeit von Ehe und Familie resultiert nicht aus zu regelnden Beistandspflichten der Partner, sondern aus der Tatsache, dass sie als primärer Ort der Geburt und Erziehung von Kindern einen unverzichtbaren Beitrag zum Bestand der Gesellschaft leistet.

Bestimmte Regelungen für Lebenspartnerschaften in Unterhalts-, Krankheits- oder Erbfällen sind durchaus erforderlich. Auch darf es keine persönliche Diskriminierung von Menschen in solchen Lebenssituationen geben. Dennoch stellt der derzeitige Gesetzesentwurf in Umfang und Struktur eine nicht hinnehmbare Aushöhlung des bestehenden Familienrechts dar.

Eine Egalisierung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen von Lebenspartnerschaften führt somit zu einer faktischen Schlechterstellung von Ehen und Familien mit Kindern. Damit werden die falschen Signale gesetzt, hinein in eine Gesellschaft, die durch einen zerbrechenden Generationenvertrag, sinkende Geburtenzahlen und durch eine bei allem Wohlstand erschreckende Distanz zu Kindern gekennzeichnet ist.

Die Katholische Kirche, auch im Bistum Magdeburg, wird sich weiterhin für den besonderen Schutz von Ehe und Familie einsetzen.

Bischof Leo Nowak"

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