Bistumskarte

Bischof: Wer glaubt, hat mehr vom Leben

Magdeburg (pbm) - Christen haben nach Ansicht von Leo Nowak mehr vom Leben. "Wer Gott einen festen Platz im Leben einräumt, sieht die Welt in einem anderen Licht", rief der Magdeburger Bischof am Sonntag den rund 5000 Katholiken zu, die in diesem Jahr zur 50. Bistumswallfahrt in das Kloster Huysburg bei Halberstadt gekommen waren. Nowak zeigte sich überzeugt: "Gott will den Menschen befreien aus seiner Angst, alles in dieser Welt gewinnen zu müssen oder verlieren zu können." Er zeige den Weg aus dieser Engführung. Wer von Jesus Christus überzeugt sei, der erfahre eine Kraft, die "handeln lässt auch dann, wenn es in dieser Welt vergeblich erscheint".

Damit verbunden ist laut Nowak zugleich die Notwendigkeit, sich entscheiden zu müssen. Die Freiheit und Weite des Glaubens sei nur erfahrbar auf dem festen Grund der Entscheidung für Jesus Christus. Zu dieser Entscheidung zählten Gebet, Gottesdienstbesuch und das Lesen der Heiligen Schrift.

Kritik übte der Bischof von Magdeburg an der weit verbreiteten Auffassung, "Alles was Spaß macht, ist gut und richtig!". Diese Botschaft der Werbestrategen verführe zu Gleichgültigkeit und maßlosem Verhalten. Auf der Strecke blieben vor allem die Armen, die Kranken und die Umwelt.

Wer sich für den christlichen Glaube entscheide, wisse "Ich kann zwar nicht alles haben, ich muss auswählen und Bindungen eingehen", aber gerade das Festlegen auf Grundwerte, schaffe den Freiraum, "nicht am wirklichen Leben vorbei zu leben, sondern an dessen Fülle teil zu haben, jenseits alles Machbarkeits- und Spaßwahns", so Leo Nowak.
Bereits am Vortrag der Wallfahrt hatte das Bistum zu einem Partnerschaftstag eingeladen in dessen Mitte Fragen nach der Einigung Europas standen. Nach Ansicht des Mitarbeiters der Bischöflichen EU-Kommssion Felix Leinemann soll die katholische Kirche die wenigen Einfluss-Möglichkeiten, die sie bei der Europäischen Union in Brüssel besitzt, besser nutzen. Vor zahlreichen Gästen befreundeter Diözesen wie Kaisiadorys, Burgas, Königgrätz, Gnesen und Paderborn ermunterte Leinemann die Bischöfe und ihre Begleiter, das europäische Bewusstsein der katholischen Christen zu stärken.<

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