Bistumskarte

Öffentlichkeit als Herausforderung

Bistumsversammlung tagte zum dritten Mal

Magdeburg (pbm) - Die Kirchengemeinden im Bistum Magdeburg sollen öffentliche Medien wie Zeitung und Internet sowie Hörfunk und Fernsehen stärker nutzen als bisher. Die Bistumsversammlung, die von Freitag bis Samstag im Verlauf des Pastoralen Zukunftsgespräches zum dritten Mal in Magdeburg tagte, forderte die Gemeinden auf „inmitten der Gesellschaft Kirche zu sein“. Hier seien viele Möglichkeiten unterentwickelt und die Gemeinden und Einrichtungen des Bistums täten zu wenig für ihre Außenwirkung. Zudem regten die rund hundert Versammelten an, mehr „niederschwellige Angebote“ zu entwickeln, um Unkenntnis und Vorurteile gegenüber Glauben und Kirche zu verringern. Als Möglichkeiten nennt die Versammlung in ihrem Papier unter anderem Straßenfeste, Segnungsfeiern und Diskussionen zu gesellschaftspolitisch interessanten Themen.



Lange Debatten gab es zudem um die künftige Gestaltung der Gottesdienste. Dabei zeigte sich in vielen Beiträgen, dass es in den vergangenen Jahrzehnten viele gute Gottesdienstformen gegeben hat, diese aber doch vorsichtig der veränderten Situation angepasst werden müssen. Vor allem sollten die Feiern zwar weiterhin das „Geheimnis des Glaubens“ feiern, zugleich aber auch allen Menschen weitgehend verstehbar sein. Besonders gerungen wurde in der Bistumsversammlung dabei um Bedeutung und Inhalt der Stations- und Wortgottesdienste, die in Zukunft als „Wort-Gottes-Feiern“ eine stärkere Betonung auf die Gegenwart Gottes in seinem Wort legen sollen.



Mit der Vorlage „Strukturen und Kompetenzen“, die an dritter Stelle behandelt und gleichfalls in zweiter Lesung verabschiedet wurde, will die Versammlung einen Weg aufzeigen, die Zuständigkeiten im Bistum angesichts abnehmender Christen- und Priesterzahl neu zu regeln. Im Grunde sollen hier Gemeinden zusammen geschlossen und so pastorale Einheiten geschaffen werden, wobei die Bistumsversammlung großen Wert legt auf die enge Zusammenarbeit zwischen den Christen am Ort und dem Ordinariat, insbesondere dem Bischof. Auch eine Petitions- und Schlichtungsstelle soll eingerichtet werden.

Weitere Themen, die allerdings wegen der sehr engen Tagesordnung nur angerissen werden konnten und die bei der nächsten Versammlung behandelt werden sollen, waren die Kinder- und Jugendpastoral sowie der Religionsunterricht.

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