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Statistik korrigiert

Bistum will Klarheit über Zahlen

Im Bistum Magdeburg leben derzeit rund 120 000 katholische Christen. Das ergab ein kürzlich erfolgter Abgleich zwischen den statistischen Angaben der Pfarreien und der Einwohnermeldeämter. Im Jahr 2002 ging die Bistumsleitung noch von etwa 160 000 Katholiken aus.

Zwischen den aktuellen Angaben der Kirchengemeinden (120 057) und der Meldeämter (101 260) besteht allerdings eine Spanne von fast 19 000 Kirchenmitgliedern. Vermutlich liegt ein wesentlicher Grund dafür in der Tatsache, dass etliche katholische Christen bei der Behörde bis heute nicht als „römisch-katholisch“ gemeldet sind, da sie bei der Erfassung dieser Daten vor 14 Jahren bereits im Rentenalter waren und für den Lohn- und Kirchensteuereinzug nicht in Betracht kamen.

Allerdings haben sich bisher nicht alle Pfarreien um einen neuen Datenabgleich bemüht. In manchen Kirchengemeinden gibt es darum Differenzen im dreistelligen Bereich. Diesen Ungereimtheiten wird in der nächsten Zeit weiter nachgegangen.

Neben diesem statistischen Problem gibt es aber auch einen tatsächlichen Rückgang der Kirchenmitgliedschaft. Die allgemeine Entwicklung in Sachsen-Anhalt macht vor der katholischen Kirche nicht Halt: Gründe für die sinkende Mitgliederzahl sind somit die weiter beträchtliche Abwanderung gen Westdeutschland und die niedrige Geburtenrate. Die Zahl der Kirchenaustritte ist seit Jahren konstant, sie liegt bei etwa 500. Etwas größer ist in den letzten Jahren mit rund 600 die Zahl der Taufen. Kirchliche Beerdingungen gibt es jährlich zirka 1 300.

Das Bistum Magdeburg, dessen Gläubige gut drei Prozent der Bevölkerung im Land entsprechen, ist unter anderem Träger zahlreicher sozialer Einrichtungen und so einer der wichtigen Arbeitgeber in Sachsen-Anhalt.

Reinhold Pfafferodt
Ständiger Vertreter des Diözesanadministrators


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