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Anna Killer ist verstorben

Nachruf von Leo Nowak, Bischof em.


Der barmherzige Gott hat am 1. November 2006 Frau Anna Killer, geboren 13.02.1934 in Zwittau/ Mähren in sein ewiges Reich gerufen.

Frau Anna Killer war eine der dienstältesten und treuesten Mitarbeiterinnen im Bischöflichen Ordinariat Magdeburg.

Nach der Ausbildung zur Fürsorgerin arbeitete sie von 1957 bis 1965 als Dekanatsfürsorgerin in den Dekanaten Burg und Magdeburg. Am 01.11.1965 wurde sie Sekretärin beim damaligen Weihbischof Dr. Friedrich-Maria Rintelen und zugleich Sekretärin im Seelsorgeamt. Von 1975 an war sie Sekretärin im Seelsorgeamt und von 1990 an Sekretärin des neu berufenen Bischofs. Diese Tätigkeit übte sie bis zur ihrer Pensionierung am 01.07.2000 aus. Mehr als vierzig Jahre also war Anna Killer im kirchlichen Dienst und davon 35 Jahre Sekretärin an verantwortlicher Stelle.

Aus ihrer Heimat und Familie brachte sie eine gediegene katholische Frömmigkeit mit. Sie war eine zuverlässige und treue Mitarbeiterin. Wie viele Briefe und Manuskripte mag sie geschrieben und wie viele Telefonate geführt haben? Niemand weiß es. Keiner kann die Überstunden zählen, die sie selbstverständlich übernommen hat, wenn die Umstände es erforderten.

Etwas nervös wurde sie, wenn zu viele gleichzeitig auf sie einredeten oder verschiedene Arbeiten zu gleicher Zeit erledigt werden sollten. Sie wollte in Ruhe ihrer Arbeit nachgehen. Dabei war sie stets loyal und hat manche Schwierigkeiten und Spannungen, vor der kein Bischof bewahrt bleibt, in erstaunlicher Solidarität mitgetragen.

Für viele Pfarrer, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, auch im Ordinariat, war sie eine geschätzte Ansprechpartnerin. Wer Anna Killer etwas anvertraute, wusste, dass Verschwiegenheit gewährleistet war.

Nach ihrer Pensionierung engagierte sie sich in der Seniorengruppe von St. Sebastian und bei den Seniorentagen im Roncalli-Haus. Die Norbertus-Medaille des Bistums, die ihr bei ihrer Pensionierung verliehen wurde, hat sie mehr als verdient.

Warum eine solche Frau von einer so schweren Krankheit heimgesucht wurde und warum sie einen so langen und schweren Weg gehen musste, auch dieses wissen wir nicht. Ich kann nur staunen über ihre Geduld und ihr Gottvertrauen. Sicher hatte sie auch ihre Ängste. Mit Sicherheit gab es auch Stunden des Zweifels und der Verzagtheit. Solange es möglich war hat sie auf ihrem langen Krankenlager gebetet. Mit den Sterbesakramenten versehen hat sie ihr Leben in die Hände Gottes gelegt: „Vater, in deinen Hände empfehle ich meinen Geist.

Im Hospiz der Pfeifferschen Stiftungen fühlte sie sich geborgen. Den Schwestern des Hospizes möchte ich von Herzen danken für die liebevolle Betreuung und Begleitung. Danken möchte ich auch Frau Dr. Reichel. und Herrn Dr. Clemens Reichel als Hausärzte und allen, die sie immer wieder besucht und ihr beigestanden haben.

Am Allerheiligentag im Jahre 1965 hat sie ihren Dienst als bischöfliche Sekretärin begonnen und am Festtag Allerheiligen des Jahres 2006 ihren Lebensweg beendet. Nicht nur ich, der ich viele Jahre hindurch mit ihr zusammenarbeiten durfte, sondern viele andere sind ihr dankbar verbunden. Sie möge leben im Frieden Gottes!

Das Requiem für die Verstorbene feiern wir am Montag, 06.11.06 um 12 Uhr in St. Sebastian, Magdeburg. Die Beerdigung ist anschließend um 14 Uhr auf dem Magdeburger Westfriedhof.


Leo Nowak
Bischof, em.

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