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Aus 10 Jahren Dienst in der Diaspora wurden 40

Pfarrer Egon Kiefer gestorben

Der allmächtige und gütige Gott hat am Dienstag, dem 6. Juni 2006, seinen treuen Diener, Pfarrer i.R. Egon Kiefer im Alter von 81 Jahren in sein ewiges Reich gerufen.

Pfarrer Egon Kiefer wurde am 5. April 1925 im saarländischen Altforweiler geboren. Nach Krieg und Gefangenschaft hat er zunächst in Trier einige Semester Theologie studiert. Da man ihm dort nicht zusagen konnte, als Neupriester in der Diaspora arbeiten zu können, setzte er das Studium in Paderborn fort, wo er am 29. März 1952 zum Priester geweiht wurde.

Freiwillig hat sich Pfarrer Kiefer für den Dienst in der Diaspora gemeldet; und so wurde er mit weiteren Mitbrüdern nach der Priesterweihe in das damalige Erzbischöfliche Kommissariat Magdeburg entsandt. Unermüdlich und mit bewundernswerter Beständigkeit hat er seinen priesterlichen Dienst in verschiedenen Gemeinden des heutigen Bistums Magdeburg geleistet.

In seinem ersten Wirkungsort, in Hohenleipisch, baute er eine neue Kirche, nachdem die Notkapelle abgebrannt war. Bevor er Pfarrvikar in Klein Wanzleben wurde, war er Vikar in Eisleben und Egeln sowie Kuratus in Elbingerode. Von Klein Wanzleben führte sein Weg in die Altmark nach Bismark, von dort nach Hadmersleben und schließlich nach Falkenberg, wo er von 1984 bis zu seiner Pensionierung 1992 als Pfarrer wirkte.
Neben seiner Treue zu den ihm anvertrauten Gemeinden zeichnete ihn seine humorvolle Art aus, mit der er seinen Dienst tat. Gerne lachte er und machte einen Spaß.

In einem Brief an seine Freunde und Verwandten schrieb Pfarrer Egon Kiefer 1992 dankbar: „Im Seminar in Trier vor 40 Jahren bat ich, als Neupriester in die Diaspora gehen zu dürfen für etwa 10 Jahre. Das konnte man mir nicht versprechen und so bin ich ganz nach Paderborn übergesiedelt. Aus den 10 Jahren sind 40 Jahre geworden. “.

Nach seiner Pensionierung zog es ihn in seine Heimat zurück. In den letzten Lebensjahren war er von Alterschwäche und schwerer Krankheit gezeichnet. Zuletzt lebte er im Altenpflegeheim St. Franziskus in Dillingen.
Thomas Kriesel


Das Requiem für unseren verstorbenen Mitbruder wurde am Freitag, dem 09.06.2006, in seiner saarländischen Heimat, in der Pfarrkirche St. Matthias Überherrn-Altforweiler gefeiert. Das Begräbnis fand anschließend auf dem örtlichen Friedhof statt

Lasst uns seiner in der Eucharistiefeier und im Gebet gedenken.

Magdeburg, den 09.06.2006

Dr. Gerhard Feige
Bischof


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