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Bischof: Belgrad hat katholisch-orthodoxes Verhältnis belebt

Über das Treffen der Gemeinsamen Kommission

Magdeburg (pbm) – Die Beziehungen zwischen der katholischen und der orthodoxen Kirche sind nach Ansicht des Magdeburger Bischofs Gerhard Feige wieder auf einem guten Weg. Feige, der kürzlich im Auftrag des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen in Belgrad am Treffen der Gemeinsamen Internationalen Kommission für den theologischen Dialog zwischen beiden Kirchen teilgenommen hatte, lobte die Tagung: Sie habe in einer „konstruktiven und angenehmen Atmosphäre“ stattgefunden und das katholisch-orthodoxe Verhältnis neu belebt. Schon die Tatsache, dass die Kommission nach mehrjähriger Unterbrechung wieder getagt habe, sei ein hoffnungsvolles Signal. Allerdings, so Feige weiter, sei die Tagung nicht völlig spannungsfrei gewesen. Auch darum sei zum Beispiel das wichtige Thema der mit Rom vereinten Ostkirchen von Anfang an bewusst ausgeklammert worden.



Auf der Tagesordnung des Treffens, erläuterte Bischof Feige weiter, habe vor allem das Verhältnis von Konziliarität und Autorität auf den verschiedenen Ebenen des kirchlichen Lebens gestanden. Die Gespräche sollen im nächsten Jahr auf Einladung der katholischen Kirche fortgesetzt werden.

Die Gemeinsame Kommission für den theologischen Dialog ist 1979 ins Leben gerufen worden. Vor sechs Jahren hatte sie ihre Arbeit dann aber wegen Meinungsverschiedenheiten unterbrochen. Dem Gremium gehören 30 orthodoxe und 30 katholische Mitglieder an. Zu dem Treffen in Belgrad, für das die serbisch-orthodoxe Kirche die Gastgeberrolle übernommen hatte, waren auf katholischer Seite neben Kardinal Walter Kasper als einem der Kopräsidenten der Kommission sowie zwei weiteren Kardinälen und Bischof Feige unter anderem auch die Erzbischöfe Alfons Nossol von Oppeln, Roland Minnerath von Dijon und Bischof Kurt Koch aus Basel angereist.

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