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Landtagspräsident fordert: Mehr Christen in die Politik

Bischöfe empfingen Politiker des Landes Sachsen-Anhalt

Magdeburg (pbm) – Beim traditionellen Empfang der Kirchen in Sachsen-Anhalt für Politiker des Landes hat Landtagspräsident Dieter Steinecke die Christen am Donnerstag aufgefordert, ihre „vornehme Zurückhaltung früherer Jahre“ abzulegen. Mehr als bisher sollten sie das „Salz unserer Gesellschaft“ sein und beispielsweise stärker „in die Medien und die Politik“ gehen“. Christlicher Glaube und ethische Werte dürften ihren Ort „nicht irgendwo“ haben, sondern mitten in der Gesellschaft.


Die Kirchen fördern ethische Kompetenz und leisten damit einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft; Bischöfe und Politiker folgen den Ausführungen von Professorin Regina Radlbeck-Ossmann.

Die Theologin Regina Radlbeck-Ossmann vom „Institut für katholische Theologie und ihre Didaktik“ in Halle betonte in ihrem Festvortrag den Stellenwert christlicher Ethik. Diese verfüge „in der Praxis Jesu“ als einzige über einen „letzten Maßstab“. Jesu Weg, erläuterte die Professorin, sei ein „Weg der Sensibilität für fremdes Leid, ein Weg des unerschütterlichen Einsatzes gegen alle Verkürzungen des Menschseins“. Jesus sei Mensch geworden, damit alle das „Leben in Fülle“ haben; ein Leben, das in sämtlichen Dimensionen heil, also unverletzt ist.

Wie Radlbeck-Ossmann weiter betonte, dränge das christliche Ethos darum „stets auf ein je besser und ein je mehr an gelingendem Leben“. Die Christen stünden folglich in der Pflicht zur „Mitarbeit an einer Welt, die Tag für Tag ein Stück lebenswerter werden soll“. Die Orientierung am Leben Jesu sei ihnen dabei Ziel, Motivation und Kraft. Und das Wissen darum, das nicht der Mensch, sondern Gott selbst die „vollendete Welt heraufführen wird“, wirke in diesem Zusammenhang „zutiefst entlastend“.

der gesamte Vortrag zum Download (pdf)

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