Bistumskarte

"Warum kann ich nicht selbst kommen?"

Bischof schreibt an die Kinder des Bistums

Liebe Kinder, liebe Schwestern und Brüder,

leider kann ich in diesem Jahr bei den vier Kinderwallfahrten unseres Bistums nicht mit dabei sein. Ich bedauere das sehr, bin aber dankbar, dass Ordinariatsrat Lieb sofort bereit war, mich zu vertreten und mit euch die Eucharistie zu feiern.

Bischof mit Verband und FelixWarum kann ich nicht selbst kommen? Vielleicht wisst ihr es schon: Ich habe mir vor einigen Tagen das rechte Schultergelenk gebrochen und bin seitdem erst einmal in vielem auf die Hilfe anderer angewiesen. Inzwischen geht es mir aber schon wesentlich besser als in den ersten Tagen danach. Ich habe keine Schmerzen und kann sogar schon wieder mit der rechten Hand etwas schreiben, muss aber noch sehr vorsichtig sein.
Manche rätseln, wie es zu meinem Sturz und dem Gelenkbruch gekommen ist? Wie kann einem Bischof so etwas passieren? Euch kann ich es ja verraten. Das hängt mit einem kleinen Freund zusammen, der mich seit einiger Zeit immer mal wieder besucht; einem kleinen Jagdhund mit Namen Felix, der sehr zutraulich, aber auch voller Energie und Tatendrang ist. Andererseits hat er manchmal aber auch große Angst: bei Gewitter oder wenn ein Feuerwerk veranstaltet wird. Mit ihm war ich spazieren, und irgendwann sind wir beide aus Jux und Tollerei einem Hasen nachgerannt. Dabei bin ich gestolpert und hingefallen.

Wenn einem von euch so etwas passiert wäre, hätten eure Eltern vielleicht geschimpft: Wie kannst du nur so unvernünftig und leichtfertig sein? Vielleicht sagen das jetzt auch einige über mich. Aber es ist nun einmal geschehen. Ich muss mit den Folgen leben und versuche demnächst, etwas ruhiger durch die Gegend zu laufen.

Ich wünsche euch allen einen anregenden Wallfahrtstag, eine erlebnisreiche Religiöse Kinderwoche und erholsame Ferien. Geht mit offenen Augen durch die Welt. Sie ist Gottes gute Schöpfung. Staunt über die wunderschönen Landschaften und freut euch über die vielen Tiere, die es gibt. Vielleicht habt ihr darunter auch einen kleinen Freund, mit dem ihr so manches unternehmt. Nutzt vor allem aber die Gelegenheit, um mit Verwandten und Freunden wieder einmal mehr Zeit gemeinsam zu verbringen. Auf dem Hintergrund meiner jüngsten Erfahrungen wünsche ich euch aber auch, dass ihr euch nichts brecht und möglichst auch sonst nicht krank werdet. Und wenn es jemanden doch erwischt, seid nicht allzu traurig. Es geht bestimmt auch wieder vorbei.

Ich danke allen, die sich mit euch, liebe Kinder, auf den Weg gemacht haben und euch begleiten. Ich danke besonders Herrn Slowik und seinem Team für die sicher wieder gute Vorbereitung und Gestaltung der Wallfahrten.

Ich fühle mich mit euch verbunden und erbitte euch Gottes reichen Segen

Euer Bischof
Gerhard Feige

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