Bistumskarte Jetzt spenden

Ehe schützen, ohne andere zu diskriminieren

Bischof dankt Ehejubilaren für gelebtes Zeugnis
 

Blumen und KreuzMagdeburg (pbm) - Die kulturelle, politische und ökonomische Missachtung der Familie hat der Magdeburger katholische Bischof Gerhard Feige kritisiert. Bei einem Empfang für rund 200 Ehejubilare rief er am Sonnabend, 28. September, in Magdeburg dazu auf, das Fundament für die Stabilität von Ehe und Familie nicht weiter zu untergraben. Ehe und Familie sollten vom Staat vielmehr in besonderer Weise geschützt werden. „Dies ist für den Zusammenhalt einer Gesellschaft eine wesentliche Grundlage“, unterstrich der Bischof. Den Jubilaren dankte Feige und sagte ihnen: „Sie sind ein lebendiges Zeichen dafür, dass und wie es möglich ist, eine lebenslange Ehe in schwierigen Zeiten und oft unter großen Opfern überzeugend ins Leben umzusetzen.“

Zugleich forderte Bischof Feige aber Respekt vor jedem Menschen, seiner Gewissensentscheidung und Lebensgeschichte“. Auch andere Lebensformen als die klassische Ehe gelte es nicht zu diskriminieren. „Wer sind wir auch“, sagte Feige, „dass wir diejenigen etwa verurteilen, die nach Brüchen in ihrem Leben neue Partnerschaften eingehen, die die Ehe scheuen und so zusammenleben oder homosexuell veranlagt sind, vor allem dann, wenn sie füreinander einstehen und sich gegenseitig unterstützen?“ Ihnen, so der Bischof weiter, müsste „unser Interesse und unsere Sorge genauso gelten wie denen, die eher unseren Vorstellungen und Idealen entsprechen“.

Ehejubilare und Bischöfe
Bischof Gerhard Feige und Bischof em. Leo Nowak segnen die Paare.

Eine völlige Gleichstellung dieser Lebensformen mit der Ehe sei jedoch nicht angesagt. Die Ehe sei vom Römischen Recht über die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte bis hin zum Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland eine Gemeinschaft von Frau und Mann, die auf Kinder hin offen ist. Darüber gebe es immer noch einen breiten sozialen Konsens. Sie allein sei es, „in der neues menschliches Leben entstehen kann, in der - auf Dauer angelegt – dann auch die Kinder die günstigsten Bedingungen für ihr Leben finden können.“ Für Christen – auch die meisten evangelischen – sei die Ehe nicht nur irgendeine Möglichkeit unter vielen, sondern „letztlich gottgewollt“.

Themen und Partnerportale