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Die protestantischen Altarbilder des Michael Beyer in der Moritzkirche

Gespräche unter der Empore und Sommerfest

Unter der Orgelempore lagert wenig beachtet ein kleiner Schatz. Es handelt sich um vier großformatige Ölgemälde auf Leinwand, welche die Geburt, Kreuzigung und Auferstehung Jesu Christi sowie das Jüngste Gericht zeigen. Vermutlich hat sie der Maler Michael Beyer 1649 für das spätgotische Altarretabel der Kirche geschaffen. Sie verdeckten die vier vorreformatorischen Tafelbilder der ersten Wandlung des Altars. Vor dem Jahr 1824 wurden sie wieder abgenommen, auf Keilrahmen gespannt und gerahmt.
Michael Beyer hat 1666 die Kanzel der Marktkirche neu gefasst und war wahrscheinlich auch an der Ausgestaltung des Orgelprospekts der Ulrichskirche (1673 –1675) beteiligt. Obwohl die Gemälde keine erstrangige Kunst darstellen, sind sie
eines der wenigen bekannten Zeugnisse hallescher Malerei aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts. An diesem Abend werden in einzelnen Vorträgen der ursprüngliche und bis heute den Chor der Moritzkirche dominierende Altar und die vier Gemälde sowie die Umstände und Zeit ihrer Entstehung – unmittelbar nach dem Dreißigjährigen Krieg – beleuchtet.
Im Anschluss an die Veranstaltung lädt der Verein für hallische Stadtgeschichte e. V. zu seinem Sommerfest im schönen Moritzgarten ein.

Referenten:
Dr. Franz Jäger
Dr. Sebastian Schultze
Dr. Andrea Thiele
Musikalische Umrahmung:
Vokalensemble Bleucanto | Halle

In Kooperation mit dem Verein für hallische Stadtgeschichte e. V.


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