Bistum Magdeburg

Das Bistum Magdeburg besteht seit 1994 und zählt zu den jüngsten Bistümern in der Bundesrepublik. Die Geschichte des katholischen Glaubens in der Region reicht allerdings zurück bis ins achte Jahrhundert. Das Gebiet des Bistums umschließt ein Territorium, das zu den ältesten deutschen Kulturlandschaften zählt. Hier stand die Wiege des Deutschen Reiches und bis heute ruhen hier die ersten deutschen Herrscher: König Heinrich I. in der Stiftskirche von Quedlinburg und Kaiser Otto der Große im Magdeburger Dom, der ersten gotischen Kathedrale diesseits der Alpen. Mit dem früheren Bistum Halberstadt entstand in der Region bereits 804 ein geistliches Zentrum und das 968 gegründete und nach der Reformation untergegangene Erzbistum Magdeburg prägte die kirchliche und gesellschaftliche Struktur sowie die Geschichte des mitteldeutschen Raumes.

Geografisch erstreckt sich das Bistum Magdeburg von der Altmark im Norden bis zum Saale-Unstrut-Gebiet im Süden. Zum Bistumsgebiet gehören im Westen rund zwei Drittel des Harzes und das Mansfelder Land. Im Südosten liegt die Dübener Heide. Im Osten reicht das Bistum bis ans ehemalige Braunkohlengebiet von Lauchhammer und fast an den Spreewald heran. Die Fläche der Magdeburger Ortskirche entspricht somit weitgehend dem Bundesland Sachsen-Anhalt. Die drei großen Städte des Landes - Dessau, Halle und Magdeburg – sind auch Zentren des kirchlichen Lebens.

Die weit überwiegende Zahl der Einwohner im Bereich des Bistums gehört keiner Religionsgemeinschaft oder Kirche an. Die Zahl der katholischen Christen liegt bei etwa drei Prozent. Die jahrzehntelange atheistische Beeinflussung und der praktische Materialismus haben im Glauben der Menschen tiefe Spuren hinterlassen. Besonders klein sind die katholischen Gemeinden in den ländlichen Gebieten.

Einen Einblick in die frühe Geschichte der katholischen Christen dieser Region bietet die Straße der Romanik. Sie führt auch zu Zentren des christlichen Lebens: zur Kaiserpfalz Tilleda mit der nahen Klosterkirche Memleben, zur Stiftskirche in Hamersleben und zum Prämonstratenser-Kloster in Magdeburg. Auch die Kathedrale Sankt Sebastian, die Klöster im Huywald und in Helfta bei Lutherstadt Eislebengehören zur Straße der Romanik.

Um sich den Herausforderungen der Gesellschaft zu stellen und Kirche um Gottes und der Menschen willen zu sein, hat sich das Bistum entschieden, die Liebe und Gegenwart Gottes als schöpferische Minderheit in ökumenischem Geist und in Kooperation mit Partnern in der Gesellschaft zu bezeugen. Dabei gilt vor allem das solidarische Engagement als ein herausragender Ort des christlichen Zeugnisses.

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