Bistumskarte
Kinder des integrativen Kindergartens und des Kinderdorfs in Rajsko. Er wird von der Partnerschaftskation unterstützt.

21 Mal um den Äquator

Die Partnerschaftsaktion Ost hilft seit 25 Jahren

2800 Tonnen Hilfsgüter, gut 1,5 Millionen Euro Spendengeld und Reisekilometer, die aneinander gereiht 21 Mal um den Erdball führen. Das ist die Bilanz zum 25jährigen Bestehen der Partnerschaftsaktion Ost im Bistum Magdeburg. Und so zeigte sich am vergangenen Wochenende bei den Feiern zum Jubiläum: Auch ein kleines Hilfswerk in einem Bistum, dessen Mittel gering sind, kann vielen Menschen helfen. Die Kontakte und Projekte der Partnerschaftsaktion erstrecken sich über mehrere Länder: Kasachstan, Weißrussland, Bosnien, Bulgarien, Ukraine, Armenien, Russland, Ungarn, Polen, Tschechien, Litauen.

Die Palette der greifbaren Hilfe reicht dabei von Plüschtier und Bekleidung bis zu Schuhmacherwerkstatt und Frisiersalon. Viele Menschen aus dem Bistum Magdeburg und darüber hinaus unterstützen die Partnerschaftsaktion. Neben vielen Einzelpersonen sind auch Kirchengemeinden, Schulen und Kindertagesstätten dabei.

In wenigen Tagen – am Gründonnerstag – steht auch wieder die bistumsweite Kollekte für das Hilfswerk an. Ein Teil des Geldes, das an diesem Tag gespendet wird, kommt im Sommer Kindern aus Partnerländern zugute. Ihnen soll damit ermöglicht werden, an der überregionalen Religiösen Kinderwoche im Jugendhaus des Bistums teilzunehmen.

Eine Chance auch für das eigene Bistum sieht Magdeburgs Bischof Gerhard Feige in der Arbeit der Partnerschaftsaktion Ost. Die Kontakte nach Osteuropa bringen nach seiner Einschätzung Christen und Nichtchristen zusammen und bauen Brücken zwischen sehr unterschiedlichen Menschen. Damit lenkten sie den Blick über den eigenen Tellerrand und wirkten „Vorurteilen und Fremdenfeindlichkeit entgegen“, meint Feige. Zudem könnten sie helfen, die eigene Situation neu und reflektiert in den Blick zu nehmen.

Im Festgottesdienst zum Jubiläum am vergangenen Sonntag in Magdeburg erinnerte Bischof Feige schließlich auch an die Beweggründe, die den damaligen Bischof Leo Nowak, die Partnerschaftsaktion Ost errichten ließen: Nach der politischen Wende von 1989 sollte der Blick bewusst zu den Menschen in Osteuropa gehen. Und so heißt es im Aufruf zur Gründung des Hilfswerkes denn auch „…wir teilen mit den Völkern des Ostens nicht nur die geschichtliche Erfahrung einer sozialistischen Diktatur. Wir haben gemeinsam die Wende erlebt und gestaltet. Wir verspüren jetzt mit ihnen hautnah, welche Schwierigkeiten die Umstellung auf die neuen Verhältnisse mit sich bringt“.

Von dieser Idee immer noch inspiriert und aus dem Glauben und Vertrauen in die Frohe Botschaft Jesu wollen die Haupt- und Ehrenamtlichen der Partnerschaftsaktion Ost auch weiterhin Menschen in den Partnerländern materiell unterstützen, den geistigen und kulturellen Austausch leben und sich, wo es nottut, auch personell gegenseitig unter die Arme greifen. Möglichst unkompliziert und reibungsarm.

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