Bischof errichtet Flüchtlingshilfe

Initiative hofft auf weitere Unterstützer

LogoMagdeburg (pbm) – Die katholische Kirche engagiert sich ab sofort noch stärker für Flüchtlinge, die nach Sachsen-Anhalt kommen. Bischof Gerhard Feige hat dazu am Mittwoch, 8. Januar, in Magdeburg die „Flüchtlingshilfe Sachsen-Anhalt“ (FHST) ins Leben gerufen. Unterstützt wird das Bistum auch von Innenminister Holger Stahlknecht, von der Landes-Integrationsbeauftragten Susi Möbbeck und durch das Landesnetzwerk Migrantenselbstorganisation Sachsen-Anhalt. Zweck der Flüchtlingshilfe ist laut Gründungsurkunde, „Menschen, die aus lebensbedrohlichen Krisengebieten nach Sachsen-Anhalt kommen beziehungsweise gekommen sind, in prekären Lebenssituationen und unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus zu unterstützen“. Die Unterstützungen werde auf der Grundlage christlicher Nächstenliebe gegenüber jedermann gewährt, ungeachtet seiner Religion, Herkunft, Hautfarbe und seines Geschlechts.

Bischof unterzeichnet die Errichtungsurkunde, neben ihm Minister Stahlknecht
Unter den Augen von Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht unterzeichnet der Bischof die Errichtungsurkunde für die Flüchtlingshilfe Sachsen-Anhalt. | Foto: Christian Laas

Wie Bischof Feige vor Journalisten erläuterte, hat das Bistum Magdeburg den Fonds zunächst mit einer Summe von 60 000 Euro ausgestattet. Sponsoren hätten weitere Spenden im fünfstelligen Bereich zugesagt. Nun sei es allerdings wichtig, „dass sich möglichst viele Bürgerinnen und Bürger an dieser Initiative beteiligen und sie mit ihren Spenden zu einem eindrucksvollen Gemeinschaftswerk werden lassen“.

Verwendet werden soll das Geld unter anderem für Hilfen bei Familienzusammenführung, für Fahrtkosten, zur Unterstützung bei Ausbildung und Arbeitssuche und bei Beschaffen von Beglaubigungen und Gutachten.

Die Verwaltung des Fonds liegt in den Händen des Caritasverbandes. Der Wohlfahrtsverband, sagte Feige, habe bereits viel Erfahrung mit Hilfsaktionen, Spenden und finanzieller Hilfe; zuletzt auch durch die Hochwasserhilfe 2013. Des Weiteren wurde ein Vergabebeirat eingesetzt, der die Entscheidung über die Zuwendung trifft. Gründungsmitglieder dieses Gremiums sind unter anderem die Bundestagsabgeordneten Heike Brehmer aus dem Harz und Karamba Diaby aus Halle sowie der ehemalige Magdeburger Oberbürgermeister und Landtagsabgeordnete Willi Polte und der frühere Landtagspräsident Adolf Spotka.

Anträge können vom 1. Februar an über die Caritas-Migrationsberatungsstellen eingereicht werden. | www.caritas-magdeburg.de

Spendenkonto
Bistum Magdeburg
IBAN: DE43810532720641022301
BIC: NOLADE21MDG
Stichwort: Spende Flüchtlingshilfe Sachsen-Anhalt

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