Bistumskarte

Gero legte vor 1000 Jahren den Grundstein

Fest erinnert an Weihe und Geschichte der Kathedrale
 

Ausschnitt des Einladungsfalsters mit Foto der KirchtürmeMagdeburg (pbm) - Vor tausend Jahren weihte Erzbischof Gero am Ort unserer heutigen Kathedrale Sankt Sebastian in Magdeburg eine Stiftskirche. Die wurde dann schon um 1170 durch die noch heute vor allem im Turmbereich erkennbare romanische Basilika Sankt Sebastian ersetzt. Die Weihe der Vorgängerkirche im Jahr 1015 ist für das Bistum Magdeburg, die Pfarrei und das Kathedralkapitel nun Anlass, vom 14. bis 17. Mai zu mehreren festlichen Veranstaltungen einzuladen.

 Den Auftakt der Festtage bildet am 14. Mai, 10 Uhr, der Festgottesdienst zu Himmelfahrt. Am Freitag folgt um 19:30 Uhr ein Konzert unter anderem mit Barockposaunen, Percussion und den Orgeln der Kirche. Sonnabend steht um 10 Uhr ein Festakt in der Kirche auf dem Programm, eine kleine Ausstellung soll eröffnet und die Festschrift präsentiert werden. Die Feiern enden am Sonntag mit dem Pontifikal-Gottesdienst. Die Feier leitet unser Bischof Gerhard Feige, aber auch das Kathedralkapitel und Bischof em. Leo Nowak werden daran teilnehmen.

 Einladung & Termine

Zur Geschichte des Gotteshauses

 

Im Laufe der Zeit erlebte die Kirche Blütezeiten, aber auch Brände und andere Zerstörungen: Bei Großfeuern 1188 und 1207 zweimal stark beschädigt wurde Sankt Sebastian im 14. und 15. Jahrhundert schließlich zu einer gotischen Hallenkirche umgebaut. Im 30jährigen Krieg erneut stark in Mitleidenschaft gezogen, fristete das Gotteshaus dann für lange Zeit ein kaum beachtetes Dasein. Der nördlich der Kirche gelegene Kreuzgang verfiel in dieser Zeit gänzlich. Während der Napoleonischen Kriege und in der Mitte des 19. Jahrhunderts diente sie nur noch als Lagerraum. Erst 1873 kam Sankt Sebastian in den Besitz der katholischen Gemeinde von Magdeburg. Der erste Gottesdienst fand 1878 statt.

 

Beim Bombenangriff auf Magdeburg am 16. Januar 1945 erlitt auch die Sebastianskirche schwere Schäden. Trotzdem wurde das Gotteshaus 1949 zur Hauptkirche des Erzbischöflichen Kommissariats erhoben und später die Mitte des Bischöflichen Amtes Magdeburg.

 

Seither hat Sankt Sebastian zahlreiche Reparaturen und Umbauten erfahren. In den 80-er Jahren kamen moderne Elemente hinzu wie das Bronzeportal des Paderborner Künstlers Jürgen Suberg. Die letzten Arbeiten, der Einbau einer neuen Empore und das Verlegen des Altarraums in die Vierung, wurden 2004 beendet; der Einbau der neuen Hauptorgel erfolgte im Frühsommer des folgenden Jahres.

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