Aufklärung über rechte Symbole fortsetzen

Bischof dankt Initiatoren von „Hingucken-denken-einmischen“

Magdeburg (pbm) – Bischof Gerhard Feige hat den Initiatoren der Ausstellung „Hingucken denken einmischen“ in der Grünen Zitadelle von Magdeburg für deren Engagement um Aufklärung über Symbole und Zeichen rechtsextremer Kreise gedankt. Bei einem Besuch der Ausstellungsräume am Montag, 24. September, sagte er dem Arbeitskreis zugleich die weitere Unterstützung des Bistums zu: „Das ehrenamtliche Engagement, dass Sie hier aufbringen, muss sehr hoch eingeschätzt werden und das Bistum Magdeburg möchte Sie darin weiter unterstützen.“ Er wolle sich dafür einsetzen, dass die Ausstellung noch bis zum 21. November, dem letzten Tag der Friedensdekade, in der Gründen Zitadelle fortgeführt werden könne. Zugleich regte Feige an, auch für die Zeit danach am Thema dran zu bleiben. Die Aufklärung über jegliche Form des Extremismus sei auch für die Kirche ein „sehr wichtiges Thema“ und könne nicht mit der Friedensdekade enden. Er ermunterte die Initiative darin, ihre Aufklärung nach der Ausstellung mit anderen Möglichkeiten fortzuführen.

Bischof im Gespräch mit den Ausstellungsmachern

Die Ausstellung in der Magdeburger Grünen Zitadelle entstand vor zwei Monaten gleichsam über Nacht, nachdem dort Ende Juli der Outdoor-Laden „Narvik“ eröffnet hatte. Darin werden Textilien der Marke „Thor-Steinar“ angeboten, die wegen ihrer Symbolik bevorzugt von Anhängern der Rechten Szene gekauft werden.

Die Macher der Ausstellung, die schon von gut 2600 Interessierten besucht wurde, informieren vor allem über die teils subversiven Kommunikationsformen in der rechten Szene mit Zeichen, Codes und Kleidung. Darüber hinaus mahnt die Ausstellung eine Kultur der Aufmerksamkeit an, wie sie bereits die Bischöfe in Sachsen-Anhalt in ihrem gemeinsamen Wort der Kirchen gegen Rechtsextremismus im Juni dieses Jahres fordern.

Die Ausstellung ist von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Die im Innenhof gelegene Ausstellungsfläche wird von der GERO AG zur Verfügung gestellt. Auch das Innenministerium des Landes Sachsen-Anhalt mit seiner Kampagne „Hingucken!“ unterstützt diese Initiative.

Kontakt:
Telefon: (03 91) 59 61-130
E- Mail: hinguckendenkeneinmischen@gmx.de

Vortragsreihe in der Ausstellung

Info-Faltblatt
Was wir als Christen gegen Rechtsextremismus tun können
(pdf-Datei, 125 kB)

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