Bistumskarte

Bischof

Nr. 100 Errichtung von Gemeindeverbünden

Mit Wirkung vom 01. Juli 2007 hat Bischof Gerhard folgende Gemeindeverbünde errichtet:
Gemeindeverbund
Wernigerode – Ilsenburg – Elbingerode – Osterwieck – Hessen
Gemeindeverbund
Lauchhammer – Elsterwerda – Hohenleipisch – Ortrand

Nr. 101 Richtlinie „Erbe verpflichtet - Kirchliches Kulturgut im Bistum Magdeburg“

1. Leitgedanken


Die Kirche trägt Verantwortung für Erhalt und Pflege eines jahrhundertealten Kulturerbes. Das verpflichtet sie einerseits zu konservatorischer Professionalität, andererseits aber auch zur vielfältigen Erschließung dieses Erbes.
Damit leistet sie einen Beitrag für das „kulturelle Gedächtnis“ Europas, von dem alle Mitglieder der Gesellschaft profitieren.
Auch das Bistum Magdeburg mit seinen Pfarreien besitzt mancherorts ein reiches kultur-geschichtliches Erbe, das Zeugnis von der Vielfalt gelebten Glaubens in dieser Region gibt. Die Bewahrung, Erhaltung und entsprechende Präsentation der kirchlichen Kulturgüter stellt eine wichtige Verpflichtung für uns und für zukünftige Generationen dar.
Dieses kulturelle Erbe ist eine Chance, um Menschen in unserem Land vom christlichen Glauben zu erzählen.

2. Ziele

1. Bewahrung der kirchlichen Kulturgüter im Bistum Magdeburg,
2. Sensibilisierung der Gemeinden des Bistums für ihre Geschichte sowie für ihre Kulturgüter,
3. Erstellung einer Gesamtinventarisation1 in den Pfarreien des Bistums,
4. Sorge für die kompetente Bewertung und ggf. für die Sanierung der Kulturgüter,
5. professionelle Präsentation der Kulturgüter und dadurch Förderung des Tourismus im Land Sachsen-Anhalt.

3. Aufgaben

1. die Kulturgüter sichten und inventarisieren;
2. die Kulturgüter bewerten;
3. einen Überblick über die Kulturgüter in den Pfarreien und im Bistum MD sowie ein Konzept zum weiteren Umgang mit ihnen erarbeiten;
4. ein Depot für Kulturgut im Bistum Magdeburg einrichten
5. die Verantwortlichen im Bistum und in den Kirchengemeinden beim Umgang mit ihren Kulturgütern, besonders im Hinblick auf deren Aufbewahrung, beraten;
6. bei Auflösung von Kirchen, Kapellen und Pfarrhäusern die weitere Verwendung der Kulturgüter bzw. deren angemessene Aufbewahrung sicher stellen;
7. ein Ausstellungskonzept für die Kulturgüter in den Kirchengemeinden bzw. im Bistum erarbeiten;
8. Workshops zu Kulturgütern im Bistum Magdeburg in Zusammenarbeit mit der „Fachakademie für Gemeindepastoral im Bistum Magdeburg“ veranstalten.
9. Finanzmittel bei entsprechenden Personen, Gremien, Stiftungen, Einrichtungen etc. einwerben, um die oben erwähnten Ziele zu erreichen; dazu ggf. eine Informationsmappe über den akuten Handlungsbedarf bei den Kulturgütern im Bistum Magdeburg erstellen.

4. Strukturen

A) Aufbau-Struktur
1. Die Einrichtungen im Bistum Magdeburg – in der Regel die Pfarreien – sind Eigentümer der überkommenen Kulturgüter und damit verantwortlich für deren Erhaltung und Pflege.
2. Das Bistum Magdeburg richtet die Stelle eines Kulturgut-Beauftragten ein und unterstützt dadurch die jeweils Zuständigen (z.B. den Kirchenvorstand) in der Wahrnehmung ihrer Verantwortung.
3. Die Kunstkommission im Bistum Magdeburg übernimmt – zusätzlich zu ihren bisherigen Aufgaben (vgl. Richtlinien der Bischöflichen Kunstkommission Magdeburg vom 31.10.1996) – die Funktion eines Beirats.
4. Ggf. wird eine Stiftung „Kulturgüter im Bistum Magdeburg“ errichtet, die u.a. die Einrichtung eines Bistumsmuseums mit dezentralen Standorten (z.B. Egeln, Huysburg, Zeitz) sowie die Förderung der Kirchengemeinden beim Umgang mit ihren Kulturgütern zum Ziel hat.

B) Ablauf-Struktur
Die Einrichtungen im Bistum werden durch den Bischof / Generalvikar auf ihre Verantwortung für die Kulturgüter und auf mögliche Unterstützungsleistungen hingewiesen.
Die Arbeit des Kulturgutbeauftragten geschieht subsidiär als Hilfestellung für die Verantwortlichen der einzelnen Träger.
Regelmäßig erstattet der Kulturgutbeauftragte dem Bischof / Generalvikar Bericht über seine Tätigkeit und erhält von dort seine Weisung.
Der Kulturgutbeauftragte hält Verbindung zu einschlägigen Institutionen in der Kirchen-provinz Paderborn, in der Ökumene und im Land Sachsen-Anhalt (Solche Institutionen sind: Verein für Christliche Kunst in der Kirchenprovinz Paderborn; Untere Denkmalsbehörde im Bauamt des Bistums MD; Bistumsmuseum Paderborn; Inventarisatoren des kirchlichen Kulturgutes der deutschen Bistümer; Kunstgutbeauftragte(r) der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen; Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt; Landesamt für Denkmalpflege, Stiftungen Dome-Schlösser-Burgen in Sachsen-Anhalt; Museen und Kunststiftungen auf dem Gebiet des Bistums Magdeburg; Hochschulen, Fachakademien; Restaurierungs- und Paramentenwerkstätten).

5. Personen

Ein Kulturgutbeauftragter mit entsprechender Fachkompetenz ist einzusetzen; für die Inventarisierung können zeitweise auch geeignete Hilfskräfte tätig werden.
Die Verantwortlichen in den Einrichtungen des Bistums (Mitglieder der Kirchenvorstände u.a.) brauchen entsprechende Fortbildungen.

6. Ressourcen

Die Eigentümer der Kulturgüter sind zuständig, die erforderlichen Ressourcen vorzuhalten. Das Bistum Magdeburg unterstützt sie dabei nach seinen Möglichkeiten. Weitere Finanzquellen sind zu suchen, ggf. mit Hilfe einer Stiftung.

Die vorstehende Richtlinie wurde von der Kunstkommission des Bistums Magdeburg am 08.03.07 verabschiedet und Bischof Gerhard zur Inkraftsetzung empfohlen.

Magdeburg, 01. Juni 2007
Dr. Gerhard Feige
Bischof

Nr. 102 Beschluss der Arbeitsrechtlichen Kommission des Deutschen
Caritasverbandes vom 16.05.2007


1. In den AVR wird folgende neue Anlage 21 eingefügt:

„Anlage 21 Besondere Regelungen für Lehrkräfte

1 Geltungsbereich

(1) Diese Anlage findet Anwendung für Lehrkräfte in Schulen und für sonstige pädagogische, therapeutische und pflegerische Mitarbeiter in diesen Schulen, die nach den jeweiligen landesrechtlichen Bestimmungen über die Förderung von Privatschulen refinanziert werden.
Davon ausgenommen sind Lehrkräfte und sonstige Mitarbeiter an Krankenpflege-, Krankenpflegehilfe-, Kinderkrankenpflege-, und Hebammenschulen.
(2) Die Regelung gilt für Mitarbeiter im Sinne des Abs. 1, deren Dienstverhältnis nach dem 31. Juli 2007 und vor dem 01. August 2008 erstmals bei diesem Dienstgeber neu beginnt.
Anmerkung 1 zu 1 Abs. 1 S. 1:
Personen, bei denen die Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten im Rahmen eines Schulbetriebs der Tätigkeit das Gepräge gibt.
Anmerkung 2 zu 1 Abs. 2:
Die Verlängerung eines befristeten Dienstverhältnisses ist keine Neueinstellung. Besteht mit einem Mitarbeiter lediglich für die Dauer der Schulferien kein Dienstverhältnis, liegt keine Neueinstellung vor.

2 Eingruppierung

Für die Eingruppierung gelten in Abweichung zu den Anlagen 1, 2, 2a und 2d zu den AVR die für vergleichbare Beschäftigte des jeweiligen Bundeslandes geltenden Regelungen. Sind entsprechende Vorschriften nicht vorhanden, gelten die AVR.

3 Vergütung

(1) Für die Vergütung gelten in Abweichung zu den Anlagen 1 Abschnitte I, Ia, Ib, Ic, II, IIa, III, IIIa, IV, V, VI, VII, VIIa, VIII, VIIIa, IX, IXa und XIV, den Anlagen 3, 3 (Ost), 3a, 3a (Ost), 4, 4 (Ost), 10 zu den AVR die für vergleichbare Beschäftigte des jeweiligen Bundeslandes geltenden Regelungen. Sehen diese Regelungen ein Leistungsentgelt vor, erhalten die Mitarbeiter mit dem Tabellenentgelt des Monats Dezember ab dem Jahr 2007 12 v.H. des Tabellenentgelts ausgezahlt, das für den Monat September desselben Jahres jeweils zusteht.
(2) Soweit diese Regelungen hinsichtlich der Stufenzuordnung auf die Berufserfahrung abstellen, sind die Zeiten einschlägiger Berufserfahrung bei anderen Dienstgebern im Geltungsbereich der AVR sowie im sonstigen Tätigkeitsbereich der katholischen Kirche, der evangelischen Kirche, in einem Diakonischen Werk oder in einer Einrichtung, die dem Diakonischen Werk angeschlossen ist, der Berufserfahrung beim selben Dienstgeber gleichgestellt.
(3) Sind entsprechende Vorschriften nicht vorhanden, gelten die AVR.

4 Jahressonderzahlungen

Für Jahressonderzahlungen gelten in Abweichung zu Anlage 1 Abschnitt XIV zu den AVR (Weihnachtszuwendung) und zu Anlage 14 Abschnitt II zu den AVR (Urlaubsgeld) die für vergleichbare Beschäftigte des jeweiligen Bundeslandes geltenden Regelungen. Sind entsprechende Vorschriften nicht vorhanden, gelten die AVR.

5 Arbeitszeit

Für die Arbeitszeit, die Überstundenregelung, die Zeitzuschläge und die Überstundenvergütung gelten in Abweichung zu den Anlagen 5, 6 und 6a zu den AVR die für vergleichbare Beschäftigte des jeweiligen Bundeslandes geltenden Regelungen. Sind entsprechende Vorschriften nicht vorhanden, gelten die AVR.

6 Urlaub

Für den Urlaub gelten in Abweichung zu Anlage 14 Abschnitt I zu den AVR die für vergleichbare Beschäftigte des jeweiligen Bundeslandes geltenden Regelungen. Sind entsprechende Vorschriften nicht vorhanden, gelten die AVR.

7 In Kraft treten

Diese Anlage tritt zum 01. Juni 2007 in Kraft.“
2. Dieser Beschluss tritt zum 01. Juni 2007 in Kraft.

Magdeburg, 01. Juli 2007
Dr. Gerhard Feige
Bischof

Nr. 103 Richtlinie für die Qualifizierung von ehrenamtlichen pastoralen Mitarbeitern

Diese Richtlinie behält auf Empfehlung der AG Fort- und Weiterbildung bis zum 01. November 2008 ihre Gültigkeit.

Nr. 104 Ordnung für Fort- und Weiterbildung der Pastoralen Dienste im Bistum
Magdeburg
(Diese Ordnung setzt die Fassung vom 28.10.2002 außer Kraft)

I. Präambel

Das Bistum Magdeburg setzt die Fort- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter/innen als Instrumente der Personalentwicklung ein. Die Fortbildung ist Bestandteil der beruflichen Tätigkeit einer jeden Mitarbeiterin/eines jeden Mitarbeiters. Fort- und Weiterbildung sollen es ermöglichen, berufliche Fähigkeiten und Kenntnisse zu festigen und zu erweitern oder neue zu erwerben, um Standards der Berufsausübung zu sichern und die Qualität des Dienstes zu gewährleisten.

II. Geltungsbereich

1. Die Ordnung für Fort- und Weiterbildung gilt für die im Bistum Magdeburg hauptberuflich tätigen Diakone, Gemeindereferentinnen/ -referenten, hauptamtliche Kirchenmusiker und Priester. Sie gilt auch für Teilzeitbeschäftigte im pastoralen Dienst.
2. Sie betrifft die vom Bistum Magdeburg angebotenen oder durch das Bistum anerkannten berufsgruppenspezifischen und berufsgruppenübergreifenden Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen.

III. Begriffsbestimmung

1. Fortbildung
Fortbildung meint alle berufsbegleitenden Bildungsmaßnahmen, die nach Abschluss der Erstausbildung und gegebenenfalls Weiterbildung erfolgen und unmittelbar mit der ausgeübten Tätigkeit zusammenhängen. Hierzu zählen auch Konferenzen, die diesem Ziel dienen. (Davon zu unterscheiden sind Konferenzen, die primär der Koordination und Kooperation unter den Beteiligten im jeweiligen Aufgabenfeld dienen. Sie sind nicht Bestandteil dieser Ordnung.)

2. Weiterbildung
Weiterbildung setzt eine abgeschlossene Berufsausbildung voraus. Sie führt bei erfolgreichem Abschluss zu einer nachweisbaren Zusatzqualifikation und damit zu einer neuen Ausübungsform des Dienstes. Sie wird in der Regel berufsbegleitend absolviert.

IV. Richtlinien

1. Beantragung und Genehmigung von Fortbildungsmaßnahmen

(1) Die Teilnahme an Fortbildungsmaßnahmen auf schriftliche Anordnung des Bischöflichen Ordinariates Magdeburg - gekennzeichnet im jährlichen Fortbildungskalender des Bistums Magdeburg – bedürfen unter Beachtung der Regelung unter IV.3 dieser Ordnung keines Antrages und gilt als genehmigt.
(2) Die Teilnahme an einer Fortbildungsmaßnahme auf Wunsch der Mitarbeiterin/des Mitarbeiters setzt einen Antrag beim zuständigen Personalreferat, die Zustimmung durch den unmittelbaren Dienstvorgesetzten sowie die Genehmigung voraus.
(3) Der Antrag auf Teilnahme an einer Fortbildungsmaßnahme muss – mit Angabe des Fortbildungszeitraumes – sechs Wochen vor Beginn der Maßnahme schriftlich vorliegen. Dafür ist das entsprechende Antragsformular der Abt. für Aus-, Fort- und Weiterbildung zu verwenden.
(4) Mit dem Antrag ist eine Kostenplanung einzureichen.
(5) Die Genehmigung erfolgt unter der Benennung der Modalität ebenso wie die Ablehnung des Antrages spätestens vier Wochen nach Eingang des Antrages.
(6) Abgelehnte Anträge schließen eine Freistellung von der beruflichen Tätigkeit nicht aus.

2. Beantragung und Genehmigung von Weiterbildungsmaßnahmen
(1) Die Teilnahme an einer Weiterbildung auf eigenen Wunsch bedarf – im Unterschied zu Weiterbildungen auf Wunsch des Bistums Magdeburg – eines schriftlichen Antrages durch die Mitarbeiterin/ den Mitarbeiter beim Abteilungsleiter Pastorales Personal und der Genehmigung durch ihn (unter Beachtung von: Für die Genehmigung von Fort- und Weiterbildungsanträgen sowie der Einschätzung des Grades des dienstlichen Interesses werden folgende Kriterien besonders berücksichtigt: Wie ordnet sich die beantragte Maßnahme in das Bedarfskonzept des Bistums ein? In welchem Bezug steht die Maßnahme zum derzeitigen oder geplanten Einsatz der Mitarbeiterin/ des Mitarbeiters? Welche Eignung besitzt die beantragende Person für die vorgesehene Maßnahme? An welchen Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen hat die beantragende Person bisher teilgenommen? Ist eine etwaige vorherige Fort- und Weiterbildungsmaßnahme abgeschlossen? Besteht die Bereitschaft, die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten in den Dienst des Bistums zu stellen? Ist der Finanzbedarf für die beantragte Fort- und Weiterbildungsmaßnahme mit dem Etatansatz vereinbar?). Die Entscheidung wird mit dem unmittelbaren Dienstvorgesetzten abgesprochen.
(2) Weiterbildungen im vorrangigen Interesse der Mitarbeiterin/des Mitarbeiters können in der Regel frühestens zwei Jahre nach der Weihe bzw. der Übernahme in den unbefristeten Dienst und nur in dreijährigem Abstand zu einer vorherigen Weiterbildung beantragt werden.
(3) Der Antrag auf Teilnahme an einer Weiterbildungsmaßnahme muss unter Angabe des Weiterbildungszeitraumes mindestens drei Monate vor Beginn der Maßnahme vorliegen. Dabei ist das entsprechende Antragsformular der Abt. für Aus-, Fort- und Weiterbildung zu verwenden.
(4) Mit dem Antrag ist eine Kostenplanung einzureichen.
(5) Die Genehmigung erfolgt unter der Benennung der Modalität ebenso wie die Ablehnung des Antrages spätestens vier Wochen nach Eingang des Antrages Zwischen der Teilnehmerin/dem Teilnehmer und dem Bistum Magdeburg ist eine schriftliche Vereinbarung abzuschließen.
(6) Abgelehnte Anträge schließen eine Freistellung von der beruflichen Tätigkeit nicht aus. Hierzu bedarf es eines getrennten Antragsverfahrens.

3. Dienstbefreiung
(1) Dienstbefreiung wird im Bistum Magdeburg jährlich gewährt
- für einen Kurs aus dem Fortbildungskalender des Bistums Magdeburg und bis zu fünf Exerzitientagen (jeweils einschließlich An- und Abreise),
- für berufsspezifische Fortbildung, wie Priesterwerkwochen; Studientage sowie die Zentralkonferenz und die Regionalkonferenzen der Gemeindereferentinnen/-referenten; Regionaltage Ost, Zentralkonferenz und Studientage der Diakonenkreise.
- Berufsgruppenübergreifende Fortbildungstage wie der Dies sacerdotalis in der Karwoche oder der Pastoraltag gehören zu den dienstlichen Verpflichtungen.
(2) Dienstbefreiung für Fort- und Weiterbildung über (1) hinaus kann auf Antrag gewährt werden (unter Beachtung von: Für die Genehmigung von Fort- und Weiterbildungsanträgen sowie der Einschätzung des Grades des dienstlichen Interesses werden folgende Kriterien besonders berücksichtigt: Wie ordnet sich die beantragte Maßnahme in das Bedarfskonzept des Bistums ein? In welchem Bezug steht die Maßnahme zum derzeitigen oder geplanten Einsatz der Mitarbeiterin/ des Mitarbeiters? Welche Eignung besitzt die beantragende Person für die vorgesehene Maßnahme? An welchen Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen hat die beantragende Person bisher teilgenommen? Ist eine etwaige vorherige Fort- und Weiterbildungsmaßnahme abgeschlossen? Besteht die Bereitschaft, die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten in den Dienst des Bistums zu stellen? Ist der Finanzbedarf für die beantragte Fort- und Weiterbildungsmaßnahme mit dem Etatansatz vereinbar?)
(3) Dienstbefreiung aufgrund gesetzlicher Ansprüche auf Bildungsurlaub wird auf die Dienstbefreiung zur Weiterbildung angerechnet.

4. Finanzierung von Fort- und Weiterbildung
(1) Fort- und Weiterbildung auf Anordnung des Dienstgebers
Das Bischöfliche Ordinariat trägt bei mehrtägigen Veranstaltungen die Kosten mit Ausnahme der gültigen Sachbezugswerte für Verpflegung. Letztere gehen zu Lasten der Teilnehmerin/des Teilnehmers. Die Fahrtkosten übernimmt die jeweilige Dienststelle. Die Fahrtkostenregelung erfolgt nach den Vorgaben der Reisekostenordnung des Bistums Magdeburg in der jeweils gültigen Fassung.
(2) Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen auf Wunsch der Mitarbeiterin/des Mitarbeiters
Das Bistum Magdeburg kann sich an den Kosten beteiligen. Die anteilige Mitfinan-zierung der Bildungsmaßnahme durch das Bischöfliche Ordinariat berücksichtigt den Grad des dienstlichen Interesses an der Durchführung der Bildungsmaßnahme (unter Beachtung von Fußnote 2).
(3) Kostenerstattung
Die Kostenerstattung für eine zuvor genehmigte Fort- oder Weiterbildungsmaßnahme erfolgt durch die zuständige Abteilung bzw. das zuständige Referat. Dabei sind Fahrt-, Honorar- und Pensionskosten (möglichst getrennt) aufzuführen und zu belegen. Ebenso ist ein Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme einzureichen.
(4) Rückerstattung
Endet das Dienstverhältnis durch Kündigung der Mitarbeiterin/des Mitarbeiters oder aus einem von ihr/ihm zu vertretenden Grund, so kann der Dienstgeber die Erstattung seiner Aufwendungen für die Fort- und Weiterbildung im Sinne von Absatz (1) und (2) verlangen, wenn der Aufwendungsersatz vor Beginn der Maßnahme mit der Mitarbeiterin/dem Mitarbeiter schriftlich vereinbart wurde. Dies gilt nicht, wenn die Mitarbeiterin im Anschluss an die Mutterschutzfrist oder den Erziehungsurlaub gekündigt oder einen Aufhebungsvertrag geschlossen hat.

V. Schlussbestimmungen

1. Aus der Teilnahme an Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen kann kein Anspruch auf Höhergruppierung oder Beförderung abgeleitet werden.
2. Lohnsteuerpflichtige Zuwendungen sind ausgeschlossen.
3. Diese Ordnung ergänzt die Bestimmungen des
- 16 (2) und (3) in der „Dienstordnung für Ständige Diakone im Bistum Magdeburg vom 24. August 1996 und der
- 10 (5) und l0a der DVO für das Bistum Magdeburg in seiner jeweils gültigen Fassung.
4. Diese Ordnung tritt zum 01.07.2007 in Kraft und gilt bis 31.12.2010.

Magdeburg, 20.06.2007
Dr. G. Feige
Bischof

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