Bistumskarte

Diakon Johannes König verstorben

Requiem am 18. April, Beisetzung am 2. Mai

Der allmächtige und gütige Gott hat am 12. April, seinen treuen Diener, Diakon i.R. Johannes König im Alter von 68 Jahren in sein ewiges Reich gerufen.

Diakon Johannes König wurde kurz vor Kriegsausbruch am 8. Juli 1939 in Römerstadt in Nordmähren geboren. Sein Vater erhielt die Einberufung zum Kriegsdienst und kehrte nicht wieder heim. Seine Mutter hat ihn und seine jüngere Schwester mit viel Liebe groß gezogen und sie auch nach der Vertreibung aus der Heimat 1945 in Lüderitz fest in den Glauben der Kirche eingeführt.

Nach dem Abitur in Bismark studierte er in Magdeburg Pädagogik und wirkte als Lehrer. Als für ihn der Lehrberuf nicht mehr möglich war, nahm er in Berlin ein Ökonomiestudium auf und arbeitete dann in der Verwaltung des Gesundheitswesens. In Lüderitz war er der treue Helfer des Seelsorgers und kümmerte sich besonders um die Kirchenmusik. Während seines Studiums in Berlin vervollkommnete er sein Können an der Orgel. Nach der Ausbildung in Fernkursen und im Seminar auf der Huysburg wurde er am 09.06.1984 in Magdeburg zum Diakon geweiht.

Seine erste Stelle als Diakon für Stendal mit dem Wohn- und Dienstsitz in Goldbeck trat er nach dem Praktikum in Stendal an. Er war verantwortlich für die weit zerstreuten Altmarkgemeinden Giesenslage und Goldbeck mit etwa hundert Dorfsiedlungen. Hier hat er all seine Kraft eingesetzt für die Unterweisung der Kinder im Religionsunterricht, für den Gottesdienst und die Versorgung der Alten und Kranken. Er hat sich bemüht, Kinder und Einsame aus den entlegenen Orten zur Katechese und zum Gottesdienst mit dem Kleinbus zusammen zu holen. Er blieb seinen kleinen Gemeinden fast zwanzig Jahre treu (1985–2004).

Nach seiner Versetzung in den Ruhestand räumte er das Pfarrhaus in Goldbeck und zog in eine Privatwohnung in Osterburg. Hier hat er in selbstverständlicher Treue seinen Dienst an der Orgel versehen und mit einem kleinen Chor den Gottesdienst mitgestaltet. Er war auch bereit zur Aushilfe in diakonischen Dienst. Zum Zeitpunkt des Umzugs ereilte ihn ein schlimmes Leiden, das er mit viel Geduld und Gottvertrauen getragen hat.

Nun hat ihn Gott für immer zu sich gerufen. Er vergelte ihm alle seine Mühen. Der treue Gott nehme seinen treuen Diener zu sich in Sein ewiges Reich der Liebe, des Lichtes und des Lebens.

(Pfr. Baudisch)

Das Requiem feiern wir in Goldbeck am Freitag, dem 18. April, um 16 Uhr in der katholischen Kirche.
Die Urne des Verstorbenen wird am Freitag, dem 02. Mai, um 15 Uhr auf dem Friedhof in Demker, zwischen Lüderitz und Tangermünde gelegen, beigesetzt.

Wir wollen unseres verstorbenen Mitbruders in der Eucharistie und im Gebet gedenken.

Magdeburg, den 14.04.2008
Dr. Gerhard Feige
Bischof

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