Bistumskarte

Pfarrer Eisele ist verstorben

Auch soziale Belange waren ihm ein großes Anliegen

KreuzDer barmherzige Gott hat am 22. März 2011 seinen treuen Diener, Pfarrer i. R. Johannes Eisele im Alter von 79 Jahrenin sein ewiges Reich gerufen.

Johannes Eisele wurde am 12.06.1931 in Stendal geboren. Seine Familie stammt väterlicherseits, wie es schon der Name vermuten lässt, ursprünglich aus dem Schwäbischen. Die Reifeprüfung legte er 1948 in der Winkelmannschule in Stendal ab. Theologie studierte er in Paderborn und München. Am 29.06.1954 wurde er in Magdeburg zum Priester geweiht. Wegen seiner Jugend brauchte er damals  eine päpstliche Weihedispens.

Seinen priesterlichen Dienst nahm Johannes Eisele als Vikar in Hettstedt auf. Im Jahr 1963 wurde er Kuratus in Wippra. Im Dekanat Eisleben wirkte er außerdem als Dekanatsjugendseelsorger. Im Jahr 1967 wurde er Vikar der Pfarrei St. Norbert in Halle. Sechs Jahr später, 1973, ernannte ihn Bischof Johannes Braun zum Pfarrer der Pfarrei St. Michael in Gardelegen. Von 1984 bis zur Pensionierung war er auch als Richter beim Interdiözesanen Offizialat Erfurt tätig. Für seine Gemeinden, ab 1978 kam noch die Kuratie Mieste hinzu, war er wie ein Vater. Den ihm anvertrauten Menschen diente er mit Humor, Freude und großer Liebenswürdigkeit.

Vor allem in der Wende- und Nachwendezeit sorgte er sich besonders um soziale und caritative Belange. Maßgeblich war er bei der Gründung des Suchthilfevereins „Adrome“ beteiligt. Auch übernahm er lange Jahre den Vorsitz des Vereins „Mahn- und Gedenkstätte Isenschnibbe“ zur Bewahrung der Erinnerung an die grausame Ermordung von 1014 KZ-Häftlingen kurz vor Kriegsende durch die Nationalsozialisten.
 
In Gardelegen und Mieste hat er dreiunddreißig Jahre als Pfarrer segensreich gewirkt. Voll Dankbarkeit durfte er mit der Gemeinde 2004 sein goldenes Priesterjubiläum feiern. Sein unermüdlicher Einsatz wurde von allen auch außerhalb des kirchlichen Bereiches sehr hoch geschätzt. Das Land Sachsen-Anhalt ehrte ihn mit dem Landesverdienstkreuz.

Der Abschied aus dem aktiven Dienst fiel ihm sehr schwer. Seit 2006 verbrachte er auch seinen Ruhestand in Gardelegen.

Wir freuen uns auf das Wiedersehen mit ihm in der Ewigkeit.

(Pfr. Andreas Lorenz)


Das Requiem für Pfarrer Johannes Eisele feiern wir am Montag, dem 28. März 2011, um 9:30 Uhr in der Pfarrkirche „St. Michael“ in Gardelegen, Philipp-Müller-Str. 32. Anschließend wird er auf dem Gardelegener Friedhof beigesetzt. Priester und Diakone sind eingeladen, das Requiem und die Beerdigung in Chorkleidung mitzufeiern.

Wir wollen unseres verstorbenen Mitbruders im Gebet und bei der Eucharistiefeier gedenken.

Magdeburg, den 23. März 2011

Dr. Gerhard Feige
Bischof

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